Begleitung von Kindern und Jugendlichen mit ADHS/ADS durch Reflexintegration

Der Zusammenhang zwischen ADHS/ADS und primitiven Reflexen – Reflexintegration

ADS (Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom) beschreibt eine neurologische Besonderheit, die durch Unaufmerksamkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Desorganisation gekennzeichnet ist, wobei im Gegensatz zu ADHS die Hyperaktivität nicht im Vordergrund steht

Wie ADHS mit erhaltenen primitiven Reflexen übereinstimmt und umgekehrt
Was sind persistierende frühkindliche Reflexe und in welchem ​​Zusammenhang stehen sie mit ADHS und anderen Entwicklungsstörungen? Erfahren Sie mehr über die Symptome und Behandlungsmöglichkeiten dieser oft missverstandenen Erkrankung.

Primitive Reflexe und ADHS
Wie äußern sich diese Reflexe später im Leben eines Kindes? Studien deuten auf einen Zusammenhang mit neurologischen Entwicklungsstörungen wie Legasthenie und ADHS hin; mehrere Untersuchungen haben gezeigt, dass Kinder mit ADHS häufiger als Gleichaltrige noch frühkindliche Reflexe aufweisen. Es ist unklar, ob diese beiden Störungen gleichzeitig auftreten oder verwechselt und fehldiagnostiziert werden, aber einige Bezugspersonen berichten, dass die Behandlung der frühkindlichen Reflexe ihrem Kind auch geholfen hat, die ADHS-Symptome zu lindern.

Zwei Reflexe stehen vermutlich in Zusammenhang mit ADHS oder ADHS-ähnlichen Symptomen. Der Moro-Reflex – auch als „Schreckreaktion“ bekannt – veranlasst ein Baby, sich bei Angst vor dem Fallen krampfhaft an die Mutter zu klammern. Dieser Reflex verschwindet normalerweise innerhalb der ersten sechs Lebensmonate. Ein Kind, das den Moro-Reflex beibehält, reagiert überempfindlich auf äußere Reize, erschrickt leicht und wirkt möglicherweise zappelig oder unruhig – Symptome, die häufig bei Kindern mit ADHS auftreten.

Reflexintegration – Viele Kinder und Jugendliche leiden unter Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS/ADS). Typische Symptome sind Konzentrationsschwierigkeiten, Hyperaktivität und Impulsivität. Oftmals gehen diese Symptome mit Lernproblemen, Ängsten und sozialen Schwierigkeiten einher.

 

ADHS/ADS Reflexintegration

ADHS/ADS Reflexintegration

 

Der Zusammenhang zwischen ADHS/ADS und primitiven Reflexen

Neuere Forschungen zeigen, dass es einen engen Zusammenhang zwischen ADHS/ADS-Symptomen und nicht vollständig integrierten, sogenannten primitiven Reflexen gibt. Diese Reflexe sind angeborene Bewegungsmuster, die in der frühen Kindheit eine wichtige Rolle spielen. Normalerweise werden sie im Laufe der Entwicklung integriert. Bleiben sie jedoch aktiv, können sie zu Problemen wie Zappeln und Konzentrationsschwäche führen.

Zudem deuten Studien darauf hin, dass das Gehirn von Kindern und Erwachsenen mit ADHS/ADS weniger ausgereift ist als das von Personen ohne diese Symptome.

Die Rolle der Reflexintegration
Dies wirft die Frage auf: Können wir die Gehirnreifung fördern, indem wir sensorische und motorische Fähigkeiten verbessern? Und können gezielte Bewegungen dazu beitragen, ADHS/ADS-Symptome zu reduzieren?

Die Reflexintegration setzt genau hier an. Durch angeborene rhythmische und reflexartige Bewegungen kann die Gehirnreifung unterstützt werden. Das Gehirn scheint in der Lage zu sein, seine Entwicklung fortzusetzen, wenn es mit diesen natürlichen Bewegungen stimuliert wird.

Positive Veränderungen durch Reflexintegration

Die Erfahrung zeigt, dass Kinder, die regelmäßig angeborene Bewegungen ausführen, deutliche Verbesserungen zeigen:

  • Reduzierung von Ängsten
  • Verbesserte Konzentration
  • Besserer Schlaf
  • Leichteres Lernen
  • Erfolgreichere Erledigung von Schularbeiten
  • Verbesserte Körperhaltung, Kraft und Ausdauer
  • Gesteigertes Wohlbefinden
  • Emotionen anderer erkennen
  • soziale Ängste oder Rückzug abbauen
  • Zeitmanagement und Priorisierung
  • Handeln ohne Nachzudenken über mögliche Konsequenzen24

 

ADHS Reflexintegration

ADHS Reflexintegration

 

Der Einfluss des Bindungsreflexes bei ADHS/ADS

Ein nicht integrierter Bindungsreflex kann ADHS/ADS-Symptome verstärken. Der Bindungsreflex ist wichtig für die emotionale Regulation und das Gefühl von Sicherheit. Ist er nicht integriert, kann dies zu folgenden Problemen führen:

Emotionale Dysregulation: Verstärkte emotionale Reaktionen, Impulsivität, Schwierigkeiten beim Beruhigen

Schlechte Konzentration und Aufmerksamkeit

  • Das Gehirn bleibt in einem erhöhten Wachsamkeitszustand, was die Konzentration erschwert

Hyperaktivität und Ruhelosigkeit

  • Eine überaktive Stressreaktion führt zu ständiger Bewegung

Beziehungsprobleme

  • Schwierigkeiten beim Aufbau und der Aufrechterhaltung von Beziehungen

Wie die Reflexintegration helfen kann

Die Reflexintegrationstherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz, der die Ursachen von ADHS/ADS angeht. Durch sanfte Stimulation des Nervensystems werden die grundlegenden Verbindungen im Gehirn gestärkt.

Die Vorteile der Reflexintegration:

  • Reaktivierung des Bindungsreflexes – Fördert ein Gefühl von Verbundenheit und emotionalem Gleichgewicht
  • Reduzierung von Stressreaktionen – Beruhigt die „Kampf-oder-Flucht“-Reaktion
  • Stärkung der emotionalen Belastbarkeit – Verbessert die Kontrolle über Emotionen
  • Verbesserung von Aufmerksamkeit und Konzentration – Stärkt die Fähigkeit des Gehirns, sich zu konzentrieren
  • Förderung besserer Beziehungen – Verbessert die Fähigkeit, mit anderen in Kontakt zu treten

Fazit
Die Reflexintegrationstherapie bietet eine vielversprechende Möglichkeit, Kinder und Jugendliche mit ADHS/ADS zu unterstützen. Wenn Sie mehr erfahren möchten, vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit Testung. Bitte per Mail an: beratung.coaching.koblenz@gmail.com

Hirschhausen und ADHS: So kann die Diagnose Leben verändern | Doku | WDR

 

468