Atemübungen vor Meetings, spezielle Führungskräfte-Trainings und Meditation nach Feierabend: Unternehmen finden Gefallen an Achtsamkeitsmethoden, die Mitarbeiter gelassener machen – und produktiver. Christian Weihers Welt besteht aus Zahlen. Der Chemieingenieur arbeitet als Entwicklungslaborleiter bei BASF Coatings. Wenn er eine Entscheidung trifft, basiert sie auf Fallstudien, Laborwerten und ähnlichen Ergebnissen. Doch seit Kurzem bezieht der 37-Jährige noch einen weiteren Faktor ein: seine Intuition.
Das ist nicht die einzige Veränderung in Weihers Arbeitsalltag. In Konflikten agiert der Personalverantwortliche besonnener, bei der Suche nach Lösungen legt er mehr Kreativität an den Tag. Nach Feierabend kann Weiher jetzt besser abschalten. Die Eigenschaft, der Weiher seine neue Gelassenheit verdankt, heißt Achtsamkeit.
Diese besondere Art der Aufmerksamkeit, bei der es darum geht, den gegenwärtigen Augenblick wach und präsent zu erleben, lässt ihn einen kühleren Kopf bewahren. Die am weitesten verbreitete Methode, um Achtsamkeit zu erlernen, heißt Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (Mindfulness-Based Stress Reduction, kurz MBSR). Sie wurde Ende der 1970er-Jahre von dem US-amerikanischen Molekularbiologen Jon Kabat-Zinn entwickelt.
Lange Zeit wurde MBSR vornehmlich im klinischen Bereich eingesetzt, etwa bei Angststörungen, Depressionen und zur Schmerzprävention. Doch in Zeiten von Dauerstress und Burnout interessieren sich auch mehr und mehr Unternehmen dafür: Bosch, SAP und BASF sind einige der Firmen, die momentan auf Achtsamkeitsseminaren über ihre Erfahrungen berichten. Die bekannteste Technik, um Achtsamkeit zu schulen, ist Meditation. Diese und andere Übungen können in achtwöchigen MBSR-Trainings gelernt werden, aber auch in anderen, mitunter kürzeren Workshops.
Bei Weiher war es ein Führungskräfte-Coaching, das Personalverantwortliche auf einen bevorstehenden Change-Prozess vorbereiten sollte. Zwar beinhaltete das Seminar gängige Themen wie Change- und Konfliktmanagement sowie Führung der eigenen Person.
Diese waren aber immer mit der Fragestellung verknüpft, wie man künftig achtsamer mit sich und anderen umgehen kann. Dazu wurden die Führungskräfte in Präsenzübungen wie Atemfokussierung, Gehmeditation und Bodyscan geschult. Bei den ersten beiden Übungen geht es darum, sich auf den Atem – beziehungsweise auf die Schritte – zu konzentrieren. ganzen Artikel lesen auf: ACHTSANKET
Sie haben Fragen zum Thema Achtsamkeit, Mindfulness-Based Stress Reduction, kurz MBSR für Ihr Unternehmen? Dann nehmen Sie Kontakt mit uns auf.
Jon Kabat-Zinn: Ist Achtsamkeit die neue Glücksformel? | Sternstunde Philosophie | SRF Kultur
Erschöpft, ausgebrannt, gestresst – ist das noch normal oder bereits ein Burn-out? Unser kleiner Test liefert erste Hinweise. Mehr über Ursachen, Anzeichen und Therapien des Burnout
Der Begriff „burn out“ kommt aus dem Englischen und bedeutet übersetzt „ausbrennen“. Ausgebrannt, überfordert, erschöpft – so fühlte sich der Psychotherapeut Herbert Freudenberger im New York der 70er Jahre, nachdem er lange Zeit über seine Kräfte gearbeitet hatte. Bis zu einem Punkt, an dem plötzlich nichts mehr ging. Freudenberger schrieb über seine Erfahrung, sein Ausgebrannt sein, und prägte auf diese Weise den Begriff.
Ein Burnout-Syndrom ist ein Zustand starker emotionaler Erschöpfung mit reduzierter Leistungsfähigkeit, das als Endzustand einer Entwicklungslinie bezeichnet werden kann, die mit idealistischer Begeisterung beginnt und über frustrierende Erlebnisse zu Desillusionierung und Apathie, psychosomatischen Erkrankungen und Depression oder Aggressivität und einer erhöhten Suchtgefährdung führt.
Die zunehmende Belastung im Beruf und im Alltag und die damit einhergehende Sorge vor Krankheit, Stress kombiniert mit einem hohen Engagement kann über Frustration, weiteren Stress und andere Ursachen zu einer Erhöhung des Risikos für einen Burn Out führen, die möglicherweise einer Behandlung bedürfen. Wer ein Gefühl das Ausgebrannt seins verspürt, leidet möglicherweise noch nicht am Syndrom, sollte aber das Bedürfnis nach Ruhe oder Urlaub ernst nehmen und ausführlich nach den Ursachen forschen, bevor ernsthafte Störungen und psychosomatische Krankheiten auftreten.
Besonders gefährdet sind Menschen mit ausgeprägtem Perfektionismus, Helfersyndrom und krankhaftem Ehrgeiz. Ausgebrannt sein können nicht nur Manager oder Menschen in sozialen Berufen sondern auch Schüler, Studenten, Hausfrauen, Mütter, Arbeitslose oder Rentner. Mehr Informationen finden Sie unter: therapie.de
Hinweise zur Durchführung des Burnout Tests
Mit dem folgenden Test können Sie Ihr persönliches Burn-Out-Risiko testen. Seien Sie bei der Beantwortung der Fragen bitte möglichst ehrlich mit sich selbst.
Bitte beachten Sie, dass dieser Test keine fachliche Diagnose ersetzen kann und soll. Dazu wenden Sie sich bitte an einen psychologischen Psychotherapeuten, einen entsprechenden Facharzt oder einen anderen qualifizierten Diagnostiker. Psychologischer Selbst-Test zum Erschöpfungssyndrom : burn-out-test
Psychische Burnout Symptome auf emotionaler Ebene
großer Widerstand täglich zur Arbeit zu gehen
Gefühle des Versagens, Ärgers und Widerwillens
Schuldgefühle
Entmutigung und Gleichgültigkeit
Misstrauen und paranoide Vorstellungen
Frustration
Stimmungsschwankungen
ständige erneute Anstrengungsbemühen ohne Erfolg
Gefühl der Ohnmacht und Hilflosigkeit
Gefühl innerer Leere
Psychische Burnout Symptome auf motorischer Ebene
nervöse Ticks (z.B. Nägel kauen, Aufkratzen)
Verspannungen
Burnout Syndrom und Schlafstörungen
Bei einem Teil der Patienten, die unter einer ständigen Erschöpfung bzw. Unfähigkeit zur Entspannung leiden, liegen Schlafstörungen vor. Diese können ursächlich oder auch als Folge der Burnout-Symptomatik auftreten. Während klassische Schlafprobleme wie z.B. eine primäre Insomnie oder das Schlaf-Apnoe-Syndrom in aller Regel in die diagnostische Abklärung des Burnout-Syndroms gehören, denken viele Therapeuten nicht an einen verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus bei einem sog. Schlafphasenverlagerungssyndrom. Damit ist gemeint, dass die normale Ausschüttung des Botenstoff Melatonin nicht zu üblichen Zubettgehzeiten erfolgt, sondern erst mitten in der Nacht. Dann wird man aber auch erst viel später „richtig wach“ (etwa am frühen Nachmittag) und hat Leistungsspitzen zu Zeiten, wenn man sie bei der eigentlichen Arbeit nicht benötigen würde (Mitten in der Nacht), Tiefs dagegen am Tag.
Sie haben weitere Fragen zum Thema Burn-out, Stress? Dann schreiben Sie uns einfach: KONTAKT
Wingwave-Coaching unterstützt Sie bei beruflichen und privaten Herausforderungen, Ängsten und Blockaden. Wingwave-Coaching hilft Ihnen dabei, einen klaren Kopf zu bewahren, wenn Sie einer anspruchsvollen Situation gegenüberstehen. Auch Sie können mehr „Power“ erlangen, den Umgang mit schwierigen Menschen erlernen, Ihre mentale Widerstandsfähigkeit stärken und Ressourcen aktivieren, um unbefriedigende und hinterliche Situationen zu ändern.
Auch Manager, Führungskräfte, Kreative, Künstler, Auszubildende, Studenten, Spitzensportler und Schauspieler erkennen Ihre Ressourcen und schöpfen Ihr volles Potenzial und Talent mit Hilfe eines Wingwave-Coaches aus. Unser Coaching hilft Ihnen, Ihre Zukunft bewusst und gezielt zu gestalten, ohne unnötig lange in der Vergangenheit zu verharren. Coaching ist präventiv und gibt Ihnen effektive Werkzeuge an die Hand, um mit zukünftigen Herausforderungen leichter umgehen zu können. Wingwave-Coaching unterstützt Sie dabei, alte Gefühle hinter sich zu lassen.
wingwave-Coaching ist dabei eine sehr gute Methode für alle Coaching-Themen, die mit stressbelasteten Erfahrungen oder mit unangenehmen Emotionen in Bezug auf zukünftige Ereignisse zu tun haben. Auch begrenzende Glaubenssätze oder Verhaltensweisen können auf leichte Weise aufgelöst und mentale Blockaden abgebaut werden. Sie lernen, Ihre Fähigkeiten und Ressourcen effektiv auf „Knopfdruck“ abzurufen, wann immer Sie diese benötigen.
Wingwave-Coaching wird in den Bereichen Business, Leistungssport, Pädagogik und Didaktik, Gesundheit sowie in Künstlerkreisen erfolgreich genutzt. Oft wird die Methode mit anderen bewährten Coaching-Prozessen kombiniert. Coaches verstehen wingwave-Coaching als ein Modul in ihrem Coaching-»Handwerkskoffer». Auch bei wingwave gibt es die Zielvereinbarung, Coaching-Gespräche und Erfolgskontrollen.
Youtube Video von und mit Eva Nitschinger. Eva Nitschinger bewinkt Corinne Nowak zum zweiten Mal zum Thema Höhenangst. Das erste Mal fand eine Wingwave-Sitzung in der Praxis in Saarbrücken statt (Video über „Kölner Dom“) – in sensu (im Geiste, in der Vorstellung). Nun bewinken wir LIVE auf der Brücke (in vivo – in „ECHT“). Noch effektiver, wie ich finde. Schaut selbst. (Direkt Link zu Eva Nitschinger – https://www.eva-nitschinger.de)
Neurolinguistisches Programmieren (NLP)
Stimulation der Zusammenarbeit beider Gehirnhälften, die erzeugt wird durch schnelle horizontale Augenbewegungen bzw. auditive oder taktile Links-Rechts-Reize
Kinesiologischer Muskeltest (O-Ring-Test), der dazu dient, die Wirkung der Intervention zu überprüfen und den genau richtigen „Triggerpunkt“ für den Einstieg in das Coachingthema gemeinsam zu bestimmen Forschung
Wingwave-Coaching ist bereits in Studien an der Universität Hamburg, an der Medizinischen Hochschule Hannover und an der Deutschen Sporthochschule Köln beforscht worden. Hierbei hat sich gezeigt, dass schon zwei Stunden wingwave-Coaching Redeangst und Lampenfieber in Präsentations-Sicherheit und Auftrittsfreude verwandeln können. Und bereits eine Stunde wingwave-Coaching kann bei Sportlern hartnäckige mentale Stressbeeinträchtigungen durch Sportverletzungserinnerungen abbauen.
Emotions-Coaching
Wingwave-Coaching wird eingesetzt zur Reduktion von Rede- und Prüfungsangst, als Unterstützung für Konfliktstabilität oder für die emotionale Erholung von unangenehmen Erlebnissen, welche Coaching-KlientInnen als „Schlag in die Magengrube“, als Schreckmoment, als sehr ärgerlich oder gar peinlich in Erinnerung haben.
Beispiele von Anwendungsmöglichkeiten:
Prüfungsangst
Flugangst
Zahnbehandlungangst
Lernblockaden
Angst beim oder vor dem Autofahren
Rampenlicht-Stress
Schlafstörungen
Angst vor Menschenmassen
Angst vor Spinnen
Körperlicher Stress
Präsentations- oder Auftrittsangst (Lampenfieber)
Leistungs-Coaching
Eine wingwave-Coaching-Intervention soll Stress nicht nur verringern oder neutralisieren, sondern ihn positiv nutzbar machen. So können anspruchsvolle Situationen nach Wingwave-Coaching positiv wahrgenommen und bislang verborgene mentale und emotionale Ressourcen genutzt werden.
Beispiele von Anwendungsmöglichkeit von Mentalcoaching
Vorbereitung auf wichtige Rede, Prüfung,
Theater-, Moderations-Auftritt, Wettkampf
Unterstützung von Spitzenleistungen
Steigerung von Kreativität und Leistungsfähigkeit
Überwindung innerer Grenzen (beispielsweise im Sport)
Popstar Lady Gaga hat zehn Konzerte abgesagt – wegen Fibromyalgie. Die Ursache für die unheilbare Erkrankung ist noch nicht bekannt.
Zwei Stunden auf großer Bühne alles geben, herumspringen, tanzen und singen gleichzeitig? Es geht nicht. „Lady Gaga leidet unter heftigen Schmerzen, die ihre Fähigkeit, live aufzutreten, wesentlich beeinträchtigen“: Mit dieser Erklärung sagte der Konzertveranstalter am Samstag die letzten zehn Konzerte einer Europatour der US-Popikone ab. Sie sei am Boden zerstört, aber dies gehe über ihren Einflussbereich hinaus, schreibt Lady Gaga selbst bei Twitter.
Nicht die erste Absage mit der Begründung, zuletzt entschied sie sich im Herbst dazu. Sie erklärte, sie leide unter Fibromyalgie. Übersetzt heißt das Faser-Muskel-Schmerz. Damit ist das Problem zwar im Kern, aber nicht in seinen komplexen Auswirkungen beschrieben.
Ärzte finden zunächst oft nichts
Schmerzen in Muskeln und Gelenken am ganzen Körper, Schlafprobleme, sinkende Belastbarkeit – und eine Ärzte-Odyssee: So erklärt Bärbel Wolf, die Vorsitzende der Deutschen Fibromyalgie Vereinigung (DFV), was jeder Betroffene erlebt. „Die eine Woche tut mir die Schulter weh, die nächste das Knie, außerdem bin ich immer so erschöpft. Aber der Arzt will erstmal die Schulter untersuchen. Natürlich findet er nichts.“ Und dann? „Anfangs nimmt man es so hin. Aber die Schmerzen bleiben“, sagt Wolf.
Sie können in den Füßen auftauchen, was das Laufen erschwert, oder als brennender Schulterschmerz, was vom Schlafen abhalten kann, weil die Matratze drückt. Oder sie strahlen durch die Beine, von Hüfte zu Fuß. Alles phasenweise und tagesformabhängig. Dazu kommen bei vielen Patienten weitere Symptome, körperliche wie Verdauungsbeschwerden, psychische wie Depressionen.
Mit Fibromyalgie weiß nicht jeder Arzt etwas anzufangen
Seit 2014 wird das Fibromyalgie-Syndrom, kurz FMS, von der Weltgesundheitsorganisation WHO als eigenständige Erkrankung geführt unter „Sonstige Krankheiten des Weichteilgewebes, anderenorts nicht klassifiziert“. Etwa zwei Prozent der Bevölkerung in westlichen Industrienationen sind betroffen, vor allem Frauen, besonders jene zwischen 40 und 60. Aber auch Männer und sogar Kinder können betroffen sein. Oder jüngere Frauen – wie Lady Gaga, 31. Das alles ist bekannt. Trotzdem hören Patienten, die ihren Arzt fragen, ob sie vielleicht daran erkrankt sein könnten, bis heute immer wieder: „Fibromyalgie? Gibt’s doch gar nicht.“
„Generell tun sich Ärzte schwer, Diagnosen zu stellen, für die sie keine Laboruntersuchungen oder Röntgenuntersuchungen haben“, sagt Professor Winfried Häuser. Der Facharzt für Innere Medizin und Psychosomatische Medizin am Klinikum Saarbrücken hat die interdisziplinäre Leitlinie zum Fibromyalgie-Syndrom koordiniert. Er vergleicht die Diagnose mit der von Erkrankungen wie Migräne. „Man befragt den Patienten über seine Beschwerden, und wenn diese bestimmte Kriterien erfüllen, ist die Diagnose auch ohne Laborbefund eindeutig.“
*PEP ist nicht nur eine ‚Klopftechnik‘, sondern verbindet wirksame Interventionen aus den bifokal-multisensorischen Klopftechniken mit psychodynamischen, systemischen, hypnotherapeutischen, transgenerationalen und selbstbeziehungsorientierten Ansätzen.
Fibromyalgie – Wenn der ganze Körper schmerzt | Die Ratgeber
Die gesundheitliche Wirkung von ätherischen Ölen ist seit über 3.000 Jahren bekannt. Die moderne Aromatherapie baut auf uralten Traditionen auf. Durch die Verwendung von Duftstoffen können Beschwerden und Krankheiten vorgebeugt oder gelindert werden. Mittlerweile ist die Aromatherapie ein anerkannter Bestandteil der Heilpflanzenkunde. Wir erklären, wie und wo man die Duftstoffe einsetzen kann.
Ätherische Öle in der Pflege
Was kann man mit Ätherische Öle in Aromapflege behandeln?
Ätherische Öle haben sehr viele und unterschiedliche Wirkungsweisen und Inhaltsstoffe. Bei der Pflege und Behandlung kann auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten eingegangen werden.
In der häuslichen Pflege kann die Aromapflege den zu pflegenden Menschen unterstützen und seine Lebensqualität steigern. Aber auch der pflegende Angehörige kann das Gefühl erhalten, mit den „duftenden Mitteln“ helfen zu können.
Die Aromatherapie kann durch Duft- oder Raumsprays erfolgen. Die Öle können aber auch zur Haut- oder Mundpflege sowie für Waschungen und Bäder verwendet werden. Außerdem eignen sie sich zur Prophylaxe von Entzündungen und wunden Hautstellen. Zudem können sie sich auf Angst, Unruhezustände und Schlafstörungen positiv auswirken. Wie wirken ätherische Öle?
Gelangt ein Duft in die Nase, docken die Duftmoleküle an die Riechzellen in der Nase an. Dadurch wird ein Impuls ausgelöst, der die Duftinformation an das limbische System im Gehirn weiterleitet. Das limbische System bezeichnet unser Ur-Hirn und ist zuständig für Gefühle und Erinnerungen. Düfte können also angenehme und unangenehme Gefühle auslösen.
Ätherische Öle – Aromatherapie und Pflegepraxis
Nur wenige Gesundheitssysteme verwenden Aromatherapie, aber Krankenschwestern können bei der Entwicklung dieser Programme helfen. Buckles „Klinische Aromatherapie: Ätherische Öle im Gesundheitswesen“, das die Erfahrungen von Organisationen beschreibt, die klinische Aromatherapieprogramme als Teil einer integrativen Gesundheitsinitiative entwickelt und implementiert haben, kann als hilfreiche Ressource dienen.
Aromatherapie steht im Einklang mit den ganzheitlichen Pflegetheorien und -philosophien der Krankenpflege. Pflegekräfte sollten sich ermutigt fühlen, mit ihrer Organisation und ihren Anbietern zusammenzuarbeiten, um Praktiken zu entwickeln, in denen sie Aromatherapie nach eigenem Ermessen anbieten können. Wenn eine in Aromatherapie zertifizierte ganzheitliche Pflegekraft die Leitung übernimmt oder bei Prozessen berät, trägt dies dazu bei, sicherzustellen, dass die Aromatherapie in der Pflegepraxis evidenzbasiert bleibt.
Patienten, die ätherische Öle in und außerhalb klinischer Einrichtungen richtig anwenden, berichten von positiven Erfahrungen und minimalen Nebenwirkungen, aber es bedarf weiterer Forschung, um eine breite Akzeptanz zu unterstützen. Bei richtiger Anwendung kann Aromatherapie einigen Patienten dabei helfen, Stress, Angst, Übelkeit und Unwohlsein zu lindern.
Krankenhäuser sind sich dessen bewusst und suchen nach Möglichkeiten, ihren Patienten ein gewisses Maß an Kontrolle zurückzugeben. Traditionelle Methoden umfassen aktives Zuhören, das Personal stellt sich bei der ersten Begegnung mit einem Patienten vor, verwendet einfache Begriffe statt „Medizinjargon“, wenn über den Zustand des Patienten gesprochen wird, und lenkt die Aufmerksamkeit des Patienten ständig auf seine Umgebung.
Ätherische Öle in der Pflege
Obwohl ätherische Öle „natürlich“ sind, bedeutet das nicht, dass ihre Anwendung immer sicher ist, insbesondere bei medizinisch anfälligen Personengruppen. Daher muss bei der Bereitstellung eines professionellen Aromatherapieprogramms in Krankenhäusern immer die Patientensicherheit an erster Stelle stehen.
Die Theorie hinter der Aromatherapie besteht darin, dass jedes ätherische Öl Eigenschaften besitzt, die eine positive Wirkung auf die Gesundheit haben.
Einige ätherische Öle sollen:
haben eine entzündungshemmende Wirkung, die bei Arthritis und Muskelschmerzen helfen kann
helfen, Infektionen zu bekämpfen
Hilfe bei Schlafproblemen
Ängste lindern
Ändern Sie Ihre Herz- oder Atemfrequenz
Sie fühlen sich ruhig
Viele Studien empfehlen die Verwendung ätherischer Öle, um die Lebensqualität älterer Menschen in Pflegeheimen zu verbessern, insbesondere von Demenzkranken.
Die Attraktivität ätherischer Öle als Hilfsmittel für Pflegekräfte und Aktivitätskoordinatoren liegt in ihren vielfältigen therapeutischen Eigenschaften, wie z. B. der Förderung der Entspannung, dem Abbau von Stress und der Verbesserung der Schlafqualität. Die nicht-invasive Natur der Aromatherapie mit ätherischen Ölen entspricht den Vorlieben und dem Komfort älterer Menschen und macht sie zu einer praktikablen und gut angenommenen Option in Pflegeheimen.
Insbesondere in Fällen, in denen ätherische Öle in Pflegeheimen zur Verbesserung der Lebensqualität älterer Menschen mit Demenz eingesetzt werden, ist es wichtig, dass die Koordinatoren ihre Aktivitäten auf evidenzbasierten Daten basieren, um den größtmöglichen Nutzen für die Bewohner zu erzielen.
Ängste – Es gibt keinen Menschen, der frei von Angst ist. Angst rettet uns ständig das Leben, wenn wir auf der Straße nach rechts und links schauen, uns im Auto anschnallen, uns auf einem steilen Weg am Geländer festhalten, bei einer Lungenentzündung Antibiotika schlucken, bei Sturm nicht aus dem Haus gehen oder nachts die Haustür abschließen. Ohne dass es uns immer bewusst ist, führt uns Angst durch die Gefahrnisse des Lebens.
Bei manchen Menschen nimmt die Furcht aber ein übersteigertes Ausmaß an. Dann spricht man von einer Angsterkrankung. Angsterkrankungen zählen neben Depressionen zu den häufigsten psychischen Erkrankungen.
Die wichtigsten Formen von Ängste sind:
Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie(auch als Platzangst bezeichnet)
Generalisierte Angststörung
Soziale Angststörung
Spezifische Phobien
Agoraphobie
Die Agoraphobie oder „Platzangst“ tritt häufig zusammen mit der Panikstörung auf, kann aber auch isoliert vorkommen. Dabei fühlen sich Menschen unwohl oder ängstlich an Orten, von denen sie bei Panik nicht schnell genug flüchten könnten, wo Hilfe nicht schnell genug verfügbar wäre oder sie in peinliche Situationen geraten könnten. Dazu zählen nicht nur beengte Räume wie Fahrstühle,U-und S-Bahnen oder Busse, sondern auch Menschenmengen, Kaufhäuser,Warteschlangen und öffentliche Plätze. Diese Orte werden von den Betroffenen gemieden. In schweren Fällen können sie ihre Wohnung nicht mehr verlassen oder sind darauf angewiesen, dass andere Personen sie begleiten.
Generalisierte Angststörung
Unter einer generalisierten Angststörung versteht man lang anhaltende Ängste und Sorgen mit verschiedensten Inhalten. Die Betroffenen sorgen sich etwa um ihre Gesundheit, ihre Zukunft, ihre finanzielle Absicherung und Probleme des täglichen Lebens, um Eltern, Kinder oder Freunde. Nicht die Inhalte dieser Sorgen, sondern ihr Ausmaß machen daraus eine Erkrankung mit Beeinträchtigungen. Die Betroffenen haben wegen der anhaltenden Ängste und Nervosität Schwierigkeiten, sich auf die Anforderungen ihres Lebens zu konzentrieren, und leiden vielfach unter körperlichen Symptomen wie Herzklopfen, Schwitzen, Oberbauchbeschwerden oder Schwindel.
Soziale Phobie
Die soziale Phobie tritt bei Menschen auf, die sich vor sozialen Situationen fürchten, in denen sie potenziell bewertet oder abgelehnt werden könnten. Dazu können informelle Gespräche mit unbekannten Personen zählen, aber auch Äußerungen vor einer Gruppe, Essen oder Schreiben in Gegenwart anderer, das Absolvieren von Prüfungen oder die Teilnahme an geselligen Veranstaltungen. Die Angst kann sich auf bestimmte Situationen wie Vorträge und Prüfungen beschränken oder – in generalisierter Form – alle Situationen umfassen, die sozialen Kontakt erfordern. Zu den Symptomen zählen Erröten, Übelkeit, Händezittern oder der starker Harndrang. Die Schwere der Sozialphobie ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich, doch Betroffene sind in ihren sozialen und beruflichen Möglichkeiten stark beeinträchtigt; ihre Ängste können sich bis hin zu Panikattacken steigern.
Spezifische Phobie
Spezifische Phobien sind gekennzeichnet durch eine starke und beeinträchtigende Angst gegenüber bestimmten Situationen oder Objekten, wie z. B. Hunden, Schlangen, Spinnen, Ratten, Dunkelheit, Höhe, Blut, Spritzen, einer Zahnarztbehandlung. Diese Angst beruht meist auf allgemeinen oder potenziellen Gefahren, die von dem phobischen Objekt ausgehen könnten. Eine Konfrontation wird daher vermieden oder nur unter äußerst starkem Unwohlsein ertragen.
Eine unbehandelte Angststörung kann sich immer mehr verselbstständigen. Es kommt zur „Angst vor der Angst“ (Erwartungsangst), und Angst auslösende Orte und Situationen werden vermieden. Als Folge ziehen sich die Betroffenen immer mehr aus dem Leben zurück. Neben den Ängsten und den damit einhergehenden körperlichen Symptomen leiden sie unter einem mangelnden Vertrauen in die eigene Stärke und unter dem Gefühl des Ausgeliefertseins. Die Patienten quälen sich außerdem häufig mit Ein- und Durchschlafstörungen und haben aufgrund der Auswirkungen ihrer Krankheit oft Probleme in der Partnerschaft oder der Familie sowie im Berufsleben. Manchmal wird als falsch verstandener „Selbstbehandlungsversuch“ Alkohol konsumiert, da er kurzfristig die Angst lindern kann. Eine Gefahr liegt auch im Dauergebrauch von Beruhigungsmitteln wie den Benzodiazepinen, die nur für den kurzfristigen Einsatz geeignet sind. Panikstörung
Bei der Panikstörung leidet man unter wiederkehrenden schweren Angstanfällen mit heftigen körperlichen und psychischen Symptomen wie:
Erst wenn Panikattacken wiederholt auftreten, spricht man von einer Panikstörung. Das wiederholte Auftreten wird begünstigt durch die Angst vor einer nächsten Attacke, also der „Angst vor der Angst“. Ständig horcht der Betroffene in sich hinein, bewertet seine körperlichen Reaktionen. Sind Herzschlag und Atmung normal? Tauchen die Schmerzen in der Brust oder das Ohnmachtsgefühl wieder auf? Jede kleinste körperliche Veränderung, auch aufgrund körperlicher Anstrengungen, wird als Gefahr, als Anzeichen einer neuen Attacke bewertet.
Hilfe bei krankhaften Ängste: Medizinische und psychotherapeutische Therapien
Ob Ihre Ängste Ausdruck einer Angststörung oder einer anderen psychischen Problematik sind oder ob eine körperliche Erkrankung dafür verantwortlich ist, wird der Hausarzt in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Fachärzten klären.
Für manche Menschen, die unter starken Angstgefühlen leiden, ist es kein leichter Schritt, sich einzugestehen, dass seelische Ungleichgewichte für ihre Beschwerden verantwortlich sein könnten. Zu groß erscheint der private wie gesellschaftliche Druck, stets ein perfektes Lebensbild zu liefern. Die Betroffenen scheuen sich, psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Doch gerade wer bereit ist, eine mögliche psychische Erkrankung anzunehmen und sich die nötige Unterstützung zu holen, zeigt, dass er verantwortungsbewusst mit sich und seinem Leben umgehen kann.