Prüfungsangst überwinden mit PEP® in Koblenz

Prüfungsangst überwinden mit PEP® in Koblenz

Prüfungsangst überwinden

Ob Abitur, Führerschein, Bewerbungsgespräch, Staatsexamen, oder Bachelorarbeit– im Laufe eines Lebens muss jeder Mensch mehrere Prüfungen über sich ergehen lassen. Viele erledigen die damit verbundene Herausforderung mit bewundernswerter Gelassenheit, während anderen die Prüfungsangst den Schweiß auf die Stirn treibt. Sie begleitet die Prüflinge in zahlreichen Situationen und tritt in unterschiedlichen Formen auf, etwa als Lampenfieber, Präsentationsangst, Auftrittsangst oder Redeangst.

Prüfungsangst geht dabei sowohl mit seelischen wie auch körperlichen Empfindungen einher. Dabei sind es insbesondere die vegetativen Symptome, die den Betroffenen das Leben schwer machen können. Dabei können neben einer inneren Unruhe auch Hyperventilation und Herzrasen, in besonderen Fällen auch Schweißausbrüche und Händezittern auftreten. Häufig kommt es dabei zu Konzentrationsdefiziten den sogenannten Blackouts, wobei die Prüfungsangst die Mobilisierung des Gelernten und die Aufmerksamkeit auf die Prüfungsfragen verhindert. Je nach Ausmaß und Dauer der erlebten Angst ist nach eine nicht-krankhaften und einer bereits krankhaften Angst zu unterscheiden. In den meisten Fällen handelt es sich um eine normale Angst und nicht um eine krankhafte Störung.

 

Prüfungsangst und Auftrittscoaching in Koblenz

Wenn die Prüfungsangst die Konzentration und Lernfähigkeit lähmt

Prüfungsangst macht sich durch eine Veränderung der Muskelanspannung und einer Umstellung des vegetativen Nervensystems bemerkbar. Diese Angst ist zunächst nichts Negatives. Denn ein gesundes Maß an Aufregung und somit „Lampenfieber“ kann uns aktivieren und zu Höchstleistungen anspornen. In manchen Fällen kann die Angstreaktion den Prüfling allerdings auch hemmen und belasten.

Viele setzen sich hierbei selbst stark unter Druck, in dem sie grundsätzlich von einem negativen Ausgang(Glaubenssätze) ausgehen oder auch falsche Schlussfolgerungen ziehen. Die Betroffenen sehen sich dabei in ihren Vorstellungsbildern und Phantasien etwa hilflos mit ihrer Sprechangst vor den Zuhörern stehen. Konkret fürchten sie sich davor, sich zu blamieren und den Leistungsanforderungen nicht gewachsen zu sein. Dabei bewirkt jeder einzelne Gedanke automatisch auch eine Veränderung der Gefühle. Prüfungsangst kann dabei durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden: unter anderem etwa durch gesellschaftliche Normen, früheren Erfahrungen mit Prüfungssituationen, dem elterlichen Erziehungsstil und natürlich schlechte Erfahrungen.

Schnelle Abhilfe schafft das Erlernen einer effizienten Stressreduktionstechnik, damit man in Stresssituationen eine Technik an Bord hat, die zu einer schnellen Selbstberuhigung führt z.B. PEP®.

Eine gute Möglichkeit, um sich zukünftig ohne beklemmende Angstgefühle seinen Prüfungen stellen zu können, bietet PEP® im Coaching. PEP® ist eine von Dr. Michael Bohne entwickelte bifokal-multisensorischen Interventionstechnik (wie EMDR, EMI, Brainspotting, OEI, etc.)  und ist das Resultat der konsequenten prozessorientierten Weiterentwicklung der Klopftechniken aus der sog. Energetischen Psychologie. Darüber hinaus stellt PEP® eine Kombination von psychodynamischen, systemischen und hypnotherapeutischen Strategien dar. PEP® ist eine Selbstwirksamkeit aktivierende Zusatztechnik die zu wirklich schnellen Resultaten und damit zu einer Angstfreiheit führt.

 

Weitere Informationen zum Thema Prüfungsangst unter: http://www.auftrittscoaching-präsentationsangst.de

Informationen zu PEP® unter: http://www.dr-michael-bohne.de/

 

Blackout im Kopf: Warum Prüfungsangst lähmt und wie du sie überwindest | Quarks Dimension Ralph

 

 

Coaching Koblenz empfiehlt: Wie die Hände unser Denken lenken

Coaching Koblenz empfiehlt: Wie die Hände unser Denken lenken

Hände unser Denken

Wie die Hände unser Denken lenken: Gesten helfen nicht nur, sich anderen mitzuteilen. Wer gestikuliert, zeigen Forschungsergebnisse, profitiert auch selbst davon: Das Arbeitsgedächtnis wird entlastet, Lernen befördert.

Warum können Italiener nicht gut telefonieren? Weil sie dabei nicht beide Hände frei haben. Diese alte Scherzfrage mag den Italienern Unrecht tun, aber sie illustriert eine wichtige Einsicht über das Gestikulieren: Wir bewegen unsere Hände beim Reden nicht nur um des Gesprächspartners willen, sondern auch, um unser Denken zu unterstützen.
Natürlich: Wenn wir dem Kollegen durch die Glasscheibe hindurch mit dem Daumen am Ohr und dem kleinen Finger am Mund signalisieren: „Ich rufe dich an“, dann wollen wir – bewusst – eine Aussage transportieren, ohne Worte zu verwenden. Solche so genannten emblematischen Gesten machen wenig Sinn, wenn sie nicht gesehen werden.

Hände unser Denken  – Anders verhält es sich mit redebegleitenden Gesten: Wer etwa spiralförmige Bewegungen beschreiben soll oder über verschiedene Posten einer Rechnung redet, die vor ihm liegt, wird oft unwillkürlich, womöglich unbewusst seine Hände einsetzen. Nicht nur Italiener tun das auch am Telefon – also in Situationen, in denen der Angesprochene die Gesten nicht sehen kann. Selbst blind geborene Menschen gestikulieren.

 

Coaching Koblenz: Wie die Hände unser Denken lenken

 

Hände unser Denken  – Das Gehirn existiert nicht ohne Körper

Dies zeigt nicht nur, dass Sprache und Gestik eng miteinander verwoben sind. Es ist auch ein Indiz für die sehr viel allgemeinere These des Embodiments, also der Verkörperlichung. Sie besagt, dass unser Denken nicht nur ein Gehirn voraussetzt, sondern auch den Leib, der mit seiner Umwelt interagiert. Anders gesagt: Kognition findet nie auf einer ausschließlich geistigen Ebene statt, sondern hat immer auch eine körperliche Dimension. Und vor allem: Beide, Körper und Kognition, stehen miteinander in Wechselwirkung.

Im Sinne des Embodiments lege es darum nahe, dass Gesten unsere Gedanken unterstützen und fördern. Forschungsergebnisse einer der renommiertesten Gesten-Expertinnen, der Psychologin Susan Goldin-Meadow von der Universität Chicago, weisen tatsächlich klar in diese Richtung.
Mehr Gesten – mehr Wörter…ganzen Artikel lesen auf dasgehirn

 

Coaching und Beratung informiert: Wie Schmerz ins Gehirn gelangt

Coaching und Beratung informiert: Wie Schmerz ins Gehirn gelangt

Wie Schmerz ins Gehirn gelangt!
Schmerzen  – Spezialisierte Rezeptoren erkennen schmerzhafte Reize und leiten die Information weiter zum Rückenmark, wo sie verarbeitet und ins Gehirn gesendet werden. Erst dort wird aus dem Reiz ein bewusst wahrgenommener Schmerz.

Schmerzen  – Autsch! Die Herdplatte war heiß! Blitzschnell weicht die Hand zurück – noch bevor das Signal “Finger verbrannt” im Gehirn ankommt. Denn die Informationen “heiß” und “Schmerz” zweigen, kaum im Rückenmark angekommen, über einen so genannten  Reflexbogen in die Muskulatur der beteiligten Gliedmaßen ab. Daher zuckt die verbrannte Hand unwillkürlich zurück – bereits Sekundenbruchteile bevor der Schmerz bewusst wahrgenommen wird.

Dieser Schutzreflex zeigt: Schmerz ist eine lebenswichtige Empfindung. Er schützt den Körper vor schädlichen Einflüssen, seien es Schläge, Stöße und Schnitte, Hitze oder extreme Kälte oder auch chemische Reize. Und er hilft, die Information “gefährlich” im Gehirn zu verankern, um etwa in Zukunft nicht mehr auf die heiße Herdplatte zu greifen. Wie überlebenswichtig dieses körpereigene Warnsystem ist, zeigen Menschen, die aufgrund eines Gendefekts keinen Schmerz fühlen  Schmerzlich, aber unabdingbar. Sie erleiden oft schwere Verletzungen und haben eine verkürzte Lebenserwartung.

 

Coaching Koblenz - Wie Schmerz ins Gehirn gelangt

Rezeptoren für Gefahr

Dafür, dass der Körper schnell differenziert, ob es sich um einen schmerzhaften oder einen ungefährlichen sensomotorischen Reiz handelt, sind spezielle Rezeptoren verantwortlich. Sie werden Schmerzrezeptoren oder Nozizeptoren genannt. Dabei handelt es sich um Neuronen mit Ausläufern, freien Nervenendigungen, die sie in das jeweilige Gewebe, etwa die Haut, ausstrecken. Dort nehmen sie mechanische, thermische oder chemische Signale aus der Umgebung, einem so genannten rezeptiven Feld auf – vorausgesetzt, diese überschreiten einen gewissen Schwellenwert. Denn während gewöhnliche, nichtnozizeptive Thermorezeptoren der Haut bereits bei Temperaturen zwischen 37°C und 43°C reagieren, etwa wenn die Herdplatte sich langsam erwärmt, aber noch nicht heiß ist, springen temperatursensitive Nozizeptoren erst bei Temperaturen ab 43°C, manche sogar erst ab 52°C an.

Schmerzen

Grundsätzlich sind fast alle Körpergewebe mit Schmerzrezeptoren ausgestattet. Ausnahmen bilden lediglich das Hirngewebe sowie das Leberparenchym. Besonders dicht ist die Haut mit Nozizeptoren bestückt. Mit bis zu 200 Schmerzpunkten pro Quadratzentimeter treten sie hier weit häufiger auf als rein sensitive Druck- oder Wärmepunkte. In der Wand von Hohlorganen reagiert eine große Anzahl von mechanischen Nozizeptoren auf Dehnungsschmerz der glatten Muskulatur, so etwa bei einer Gallenkolik. Schmerzrezeptoren in Muskeln, Sehnen oder Gelenken sind sensibel für Zerren, Verdrehen und Schläge.

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Mentalcoaching – Neuro Coaching Koblenz in Koblenz

Mentalcoaching – Neuro Coaching Koblenz in Koblenz

Mental Training Neuro Coaching in Koblenz

Mentaltraining Koblenz/Neuro Coaching in Koblenz informert:

Meist bestimmt unser Denken und das darauf folgende Handeln unseren persönlichen Erfolg. Hierbei ist es natürlich essentiell, was und wie wir denken. Denn was wir denken, strahlen wir aus und leben wir.
Unser Körper, unser Geist und unsere Seele bilden eine Einheit, die wir entscheidend beeinflussen können. Optimismus, Selbstbewusstsein und innere Ausgeglichenheit sind erlernbar und müssen genau so trainiert werden wie ein guter Vortrag oder sportliche Höchstleistungen.

Mentaltraining vereint neueste Erkenntnisse aus der Hirnforschung und der Neurobiologie, Physik, Psychologie und anderen Wissenschaften mit den bekanntesten und besten Praxiskonzepten internationaler Experten in einem ganzheitlichen Ansatz.
Für unterschiedlichste Aufgaben und Anwendungsbereiche gibt es eine Vielzahl hochwirksamer Techniken. Jeder Anwender bekommt nicht nur einen Überblick über moderne Konzepte wie z.B. Mind-Management, Brain-Fitness, Emotional-Coaching und Neuro-Coaching sondern auch einen „Werkzeugkoffer für alle Lebenslagen“ mit Selbsthilfe-Techniken zur mentalen Entspannung, Zielerreichung, emotionalen Blockadenauflösung sowie zur Leistungssteigerung und vielem mehr.

Es sind im Grunde genommen nicht mehr und nicht weniger als unsere eigenen Gedanken und Emotionen, die uns daran hindern oder uns motivieren, das zu tun, was wir wirklich wollen. Das menschliche Gehirn ist, wenn Sie so wollen, eine „Lernmaschine“ und das Gute daran ist, dass nichts in Stein gemeißelt ist, alles lässt sich erlernen und verändern.

Lernen Sie im Mentaltraining Koblenz Ihre Gedanken und Emotionen so zu steuern und einzusetzen, dass Sie am Ende auch die Ergebnisse erhalten, die Sie sich wünschen.

 

Mentaltraining Koblenz

Nach dem Neuro Coaching/Training/Coaching mit uns:

  • Nach dem Training/Coaching mit uns:
  • Kennen Sie Ihre Energieressourcen
  • Arbeiten Sie effektiver nicht härter
  • Sind Sie erfolgreicher und motivierter
  • entkommen Sie der Stressfalle
  • Wissen Sie wieder wie Sie Ihre Ziele erreichen
  • Kommunizieren Sie überzeugender und charmanter/ Elementare Kommunikationstypen®
  • Haben Sie Zeit, von der Sie dachten, sie nicht zu haben
  • Machen Ihnen neue Herausforderung / ein neuer Lebensabschnitt keine Angst mehr

 

Sportmentaltraining und Neuro Coaching Koblenz

Sportmentaltraining Koblenz

Im Entscheidenden Moment besser sein!
Mentaltraining für punktgenaue Höchstleistung im Sport/Sport-Mentaltraining.

Im Leistungssport kommt es darauf an, Spitzenleistung auf den Punkt abrufen zu können. Mentale Stärke und Motivation sind die wichtigsten Differenzierungs- und damit Erfolgsfaktoren, wenn das körperliche Training und die Materialoptimierung bis an die Grenzen ausgereizt sind. Hinzu kommt eine effektive Wettkampfvorbereitung.

Im Mentaltraining-Neuro Coaching – Koblenz lernen Sie in kurzer Zeit Techniken, wie Sie

  • Ihre sportliche Leistung durch Mentaltraining steigern
  • 100% Ihres Leistungsoptimums sicher im Wettkampf abrufen
  • Sich in Ihre optimale mentale Verfassung bringen und dort bleiben
  • Inneren Druck, Versagensängste und Blockaden auflösen
  • Sich selbst jederzeit wirkungsvoll motivieren

Unsere Mentaltrainer/ Neuro Coaching Trainer stehen Ihnen und bei Bedarf auch Ihrem Trainer oder Team für alle Fragen zum Sport-Mental-Coaching, zur Leistungsdiagnostik oder zu einem Seminar zur Verfügung.

EMDR Koblenz informiert: (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) als neue Schmerztherapie

EMDR Koblenz informiert: (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) als neue Schmerztherapie

Es klingt seltsam: Mithilfe von schnellen Augenbewegungen sollen sich chronische Schmerzen lindern lassen. EMDR nennt sich die Therapiemethode, deren Wirksamkeit jetzt in einer Studie bestätigt wurde. Wie sie funktioniert und für wen sie sich eignet.

Seit mehr als 40 Jahren lebt Andreas B. (Name der Redaktion bekannt) in der Schmerzhölle. In regelmäßigen Abständen überkommen ihn vom Rücken ausgehende Schmerzattacken, die sich durch nichts mildern lassen. Er hat unzählige Therapien ausprobiert: „Schmerzmedikamente über Wochen, mehrere am Tag, Spritzen, Stoßwellentherapie, Fango und Krankengymnastik“, sagt er. Vieles davon musste er aus eigener Tasche bezahlen.

Als er zum ersten Mal Kontakt zu Jonas Tesarz von der Uniklinik Heidelberg hat, glaubt er nicht, dass ihm die Therapie, helfen kann, die dort innerhalb eines Studienprojekts angeboten wird. „Ich habe es für Hokuspokus gehalten“, sagt der 64-Jährige. Doch seine Verzweiflung war groß genug, auch diese Behandlungsmethode auszuprobieren: EMDR. Die vier Buchstaben stehen als Abkürzung für „Eye Movement Desensitization and Reprocessing“.

 

EMDR Koblenz

Die Bezeichnung beschreibt den Ablauf der ungewöhnlichen Therapie: Indem der Patient den Bewegungen eines Fingers von links nach rechts vor seinen Augen folgt, entstehen schnelle Augenbewegungen, die etwas im Gehirn auslösen. „Wie es genau funktioniert, wissen wir noch nicht“, sagt Tesarz. Man geht jedoch davon aus, dass durch die Augenbewegungen die Gehirnhälften, ähnlich wie auch in der REM-Schlafphase, synchronisiert werden.

Kompletten Artikel auf rp-online.de lesen

 

Depression, Phobien und gute EMDR Therapeuten | Interview mit Dr. Francine Shapiro- Interview von Dr. Arne Hofmann mit Dr. Francine Shapiro, Entwicklerin der EMDR Methode youtube

 

Trichotillomanie Hilfe Koblenz

Trichotillomanie Hilfe Koblenz

Trichotillomanie Hilfe Koblenz

Wohl jeder hat schon einmal tagträumend an seinen Haaren gezogen oder sie beim Nachdenken um einen Finger gewickelt. Vor allem Frauen zupfen aus kosmetischen Gründen auch das eine oder andere störende Gesichtshaar aus. Dass sich aber jemand täglich, und das manchmal über Stunden hinweg, Haare ausreißt, bis der Kopf von kahlen Stellen übersät ist, scheint zunächst kaum vorstellbar. Grundmerkmal der Störung: ein mindestens phasenweise kaum kontrollierbarer Drang, sich einzelne Haare oder auch Haarbüschel auszureißen. Ein Teil der Betroffenen wählt diese gezielt aus, beispielsweise dicke, graue, abstehende oder sich unregelmäßig anfühlende Haare. Andere zupfen unbewusst und automatisch und bemerken dies erst später; viele nehmen beim Ausreißen keinen Schmerz wahr. Typisch für Trichotillomanie ist auch das Spielen mit den ausgerissenen Haaren. Die Betroffenen streichen damit über die Lippen, nehmen sie in den Mund oder ziehen die Haare durch die Finger. Häufig kommen bei ein und derselben Person mehrere dieser Merkmale vor: beispielsweise wenn jemand vor dem Fernseher und beim Lesen Haare automatisch ausreißt, während er morgens und abends vor dem Badezimmerspiegel einzelne davon gezielt auszupft.

Ängste, soziale Hemmungen, Schwierigkeiten beim Wahrnehmen und Ausdrücken von Emotionen sowie depressive Verstimmungen sorgen bei vielen Patienten dafür, dass die Symptomatik bestehen bleibt. Die mit diesen Problemen einhergehende vermehrte innere Anspannung hält die Impulse zum Haareausreißen aufrecht. Oft kommt dann noch schlichte Gewohnheit hinzu: Das Ausreißen von Haaren wird zu einem Alltagsritual, beispielsweise beim Autofahren, Lesen oder Telefonieren. Es läuft unbewusst und automatisiert ab, ohne konkrete Auslöser.

Trichotillomanie (auch Trich, Tricho oder TTM) ist die medizinische Bezeichnung für den Zwang, sich selbst die Haare auszureißen. Meist handelt es sich dabei um die Kopfhaare, oft sind auch Wimpern oder Augenbrauen betroffen. Aber auch alle anderen Haare (Bart, Schamhaare etc.) können bevorzugte Stellen zum Reißen sein.
Die meisten Trichotillomanie fälle beginnen in der Pubertät, zwischen dem 12. und 15. Lebensjahr. Aber auch bei jüngeren Kindern kann Trichotillomanie auftreten.

Der Begriff wurde 1887 durch den französischen Dermatologen François Henri Hallopeau (1842–1919) geprägt, das Erscheinungsbild selbst jedoch lange Zeit als schlechte Gewohnheit fehlinterpretiert. Erst Ende des 20. Jahrhunderts wurde die Trichotillomanie als eigenständiges Krankheitsbild, nämlich als komplexe psychische Störung mit spezifischen Symptomen, Begleiterscheinungen und Begleiterkrankungen erkannt und dementsprechend 1987 in die revidierte Version der dritten Ausgabe des Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM-III-R) und 1991 in die ICD-10 aufgenommen. Mit der neuen DSM-5 Klassifikation wird die Trichotrillomanie als Zwangsspektrumsstörung in die Gruppe der „Zwangsstörung und verwandten Störungen“ eingeordnet.

 

Trichotillomanie Hilfe Koblenz - Haare ausreißen

Mögliche Ursachen

In den jeweiligen Einzelfällen können sehr unterschiedliche Auslöser zu einer Trichotillomanie führen: traumatische Erlebnisse wie der Tod einer nahestehenden Person, Missbrauchserfahrungen jeder Art oder andere schwerwiegende Ereignisse. In vielen Fällen sind es allerdings viel subtilere Geschehnisse im Familien- und Sozialbereich der Betroffenen, die zu einem verminderten Selbstwertgefühl führen und eine Trichotillomanie auslösen können. Als weiterer Grund wird eine hohe Stressanfälligkeit und hohe Stressexposition von Betroffenen genannt. Inzwischen gibt es Studien, welche auf eine genetische Prädisposition hinweisen.

 

Behandlung

Eine Notwendigkeit zur Behandlung liegt nicht immer vor. Die Prognose ist im Allgemeinen auch bei schweren Fällen günstig.
Eine Verminderung des Stressniveaus kann durch die Anwendung von Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung, Achtsamkeit, EMDR und Habit Reversal Training erreicht werden.

 

Habit Reversal Training

Das Habit Reversal Training (HRT) von Azrin & Nunn (1973) ist ein verhaltenstherapeutisches Verfahren zur Behandlung einer Vielzahl nervöser Verhaltensgewohnheiten.

Es wird angenommen, dass diese Verhaltensgewohnheiten dann zu Problemen werden, wenn sie ein Teil von Verhaltensketten sind, die teilweise unbewusst ablaufen und sozial toleriert werden. Durch die ständigen Wiederholungen werden die Verhaltensweisen aufrechterhalten.

Das HRT beinhaltet das Erlernen adäquater Selbstwahrnehmung und Unterbrechung von Verhaltensketten durch konkurrierende Verhaltensweisen, Aufbau von Veränderungsmotivation sowie Maßnahmen zur Generalisierung der Fortschritte auf den Alltag. Zuerst soll der Patient eine adäquate Selbstwahrnehmung entwickeln, da der Ausführung der Verhaltensgewohnheiten in der Regel keine Beachtung geschenkt wird. Die Beobachtung des eigenen Verhaltens dient sowohl dazu, die auslösenden und aufrechterhaltenden Bedingungen bestimmen zu können, als auch den Klienten für frühe Anzeichen der Verhaltensgewohnheiten zu sensibilisieren, um Verhaltensketten möglichst frühzeitig unterbrechen zu können. Dies kann durch direkte Verhaltensbeobachtungen, systematische Protokollierung (z. B. in Form von HRT -Tagebüchern) geschehen. Die Patienten sollen für gewöhnlich die Häufigkeit, die Dauer und die Rahmenbedingungen des Verhaltens aufzeichnen.

Im zweiten Schritt soll eine Veränderungsmotivation aufgebaut werden, da ambivalente Einstellungen oder Verschleierungsversuche des Problemverhaltens häufig auftreten. Dies geschieht vor allem durch das Durchsprechen der negativen Auswirkungen des Verhaltens und häufige Rückmeldung und Verstärkung von Fortschritten.

Competing Response Training

Die zentrale Komponente des HRT ist das Competing Response Training (dt. Training inkompatibler Reaktionen): Hier werden schließlich Verhaltensweisen eingeübt, die mit dem Problemverhalten inkompatibel sind. Welche Verhaltensweisen das sind, hängt vom Problemverhalten und dem sozialen Kontext ab. Bei Nägelkauen wäre eine inkompatible oder konkurrierende Verhaltensweise beispielsweise das Ballen der Hände zur Faust. Manfred Döpfner (2001) beschreibt Beispiele für inkompatible Reaktionen bei verschiedenen Tics. Diese Verhaltensweisen werden erst im Therapiesetting eingeübt und sollen dann auf den Alltag übertragen werden. Fortschritte und Probleme werden in der Regel täglich besprochen, was auch telefonisch geschehen kann. Wichtig ist häufige Verstärkung des erwünschten Verhaltens, sowie der Anstrengungen und Fortschritte auf dem Weg dorthin.

Die Trichotillomanie tritt in vielen Fällen gemeinsam mit anderen psychiatrischen Störungen wie Depressionen, Angsterkrankungen, anderen Zwängen oder Suchterkrankungen auf. Ist der Fall komplex, ist eine Psychotherapie in jedem Fall ratsam.

Infos zum HRT Training in Koblenz, bitte nur per Mail: KONTAKT