Corona und die Psyche

Die Corona-Krise und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie verlangen von den Menschen zurzeit außerordentlich viel Disziplin und Durchhaltevermögen ab. Kein Wunder, dass so manch einer mit Verzweiflung, Traurigkeit oder Einsamkeitsgefühl zu kämpfen hat. Wir haben Vorschläge gesammelt, wie man sich seelisch im Gleichgewicht halten kann.

Die Ausnahmesituation durch das Coronavirus verstärkt die Leiden von psychisch instabilen Menschen: Isolation, Depression, Angststörung. Gegen die Vereinsamung kann man etwas tun.

Den Aktionismus auf sinnvolle Aktivitäten lenken

Es gibt jedoch auch selbstberuhigende Aktivitäten, die harmlos und zugleich sinnvoll und nützlich sind: Mit häufigem Händewaschen und Abstand zu anderen können wir ganz praktisch dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Das können und sollten Sie ernst nehmen und tun.

 

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Gefühle stecken an

Ein weiterer psychologischer Mechanismus trägt zurzeit zu den starken Reaktionen bei: emotionale Ansteckung. Gefühle stecken an. Die aufgewühlte Stimmung im Supermarkt springt über.

Wenn Sie merken, dass Sie selbst Gefahr laufen, nervöser oder panischer zu werden, können Sie gegensteuern, indem Sie innehalten. Das meine ich ernst. Realisieren Sie, was da gerade in Ihnen passiert. Halten Sie Kontakt zu Menschen, die besonnen und unaufgeregt mit der Situation umgehen.

 

Was Sie jetzt tun können, um nicht in Panik zu verfallen

  • Anerkennen, dass es unwägbare Situationen geben kann, die wir weder kontrollieren noch vermeiden können: Es ist, wie es ist.
  • Sich gegenseitig helfen und auch für andere Sorgen hilft, nicht in Angst und Panik hineinsteigern.
  • Den Aktionismus dahin lenken, wo er guttut: Die Schutzmaßnahmen ernst nehmen und einhalten. Wer einen Infektionsverdacht hat, sollte sich testen lassen und ihn nicht aus Angst vor der Quarantäne einfach ignorieren.

Corona – Psyche und Bewegung

Auch für psychisch stabile Menschen ist diese Extremsituation anstrengend, der Mensch muss sich vollständig neu an ein Umfeld anpassen, das sich ständig verändert. Kalbitzer rät neben dem sozialen Austausch dazu, eine neue Tagesstruktur zu finden. Außerdem sei Bewegung wichtig – nicht nur für den Körper, sondern auch für die Psyche. Solange man noch nach draußen dürfte, sollte das mit genügend Abstand getan werden.

 

ARD -Mediathek

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