Fatigue – Fatigue Syndrom – CFS / ME – Anhaltender Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit

Fatigue – Fatigue Syndrom – CFS / ME – Anhaltender Müdigkeit, Erschöpfung und Antriebslosigkeit

Der Begriff Fatigue stammt aus dem Lateinischen (Fatigatio = Ermüdung)

Fatigue bei Krebserkrankungen bedeutet Müdigkeit und Erschöpfung, die in Verbindung mit einer Krebserkrankung und ihrer Behandlung auftreten kann. Die Erschöpfung steht häufig nicht in einem direkten Zusammenhang mit einer vorangegangenen körperlichen oder geistigen Anstrengung oder Belastung. Die Erschöpfung macht sich meist nicht nur körperlich, sondern auch seelisch und geistig bemerkbar. Typisch für Fatigue ist, dass sich das Gefühl der Ermüdung durch Ruhephasen nicht wesentlich bessert.

Klagt ein Patient über ständige Müdigkeit, kann es dafür viele Ursachen geben. Müdigkeit geht oftmals mit Medikamenteneinnahme, psychischen und körperlichen Erkrankungen einher, sie tritt aber auch infolge von dauerhafter Überbelastung auf. Bei manchen Patienten lässt sich jedoch keine Ursache feststellen. Für diese Fälle wurde der Begriff „chronic fatigue syndrome (CFS)“ eingeführt.

Das CFS wird erst seit einiger Zeit als eigene Krankheitsentität beschrieben. Es ist diagnostisch mit der Neurasthenie nahezu identisch und wird den somatoformen Störungen zugeordnet. Das Hauptsymptom besteht in einer schweren und lang dauernden Erschöpfung, die nicht durch Schonung oder Ruhe zu beheben ist.

 

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Ursachen des Fatigue-Syndroms

Die Entstehung des Fatigue-Syndroms ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht aber davon aus, dass die häufigste Ursache der Erschöpfung Blutarmut (Anämie) ist. … Auch eine Mangelernährung an Eisen, Vitamin B12 oder Folsäure kann zu Blutarmut führen.

Bei den meisten Betroffenen treten körperliche und psychische Symptome auf. Dazu zählen vor allem:

  • Vorzeitige Ermüdung, auch bei kleineren Belastungen wie Einkaufen
  • Mangelnde oder verzögerte Erholung nach Ruhepausen
  • Motivationsschwäche und Interesselosigkeit (aber nicht zu verwechseln mit Depression)

Sowie in manchen Fällen:

  • Konzentrationsschwäche
  • Vergesslichkeit
  • Wortfindungsstörungen

Therapie bei Fatigue

Bluttransfusion

Um der Blutarmut entgegenzuwirken, können Bluttransfusionen durchgeführt werden. Diese Maßnahme wirkt aber aufgrund der kurzen Lebensdauer der Blutkörperchen nur für rund 3 Wochen und müsste bei andauernden Symptomen daher häufig wiederholt werden.

Hormonspritze

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, den Patienten 1 bis 2 Mal pro Woche das Hormon Erythropoetin zu spritzen, um die Produktion der roten Blutkörperchen im Knochenmark anzuregen.

Körperliche Aktivität:

Ärzte verschreiben häufig eine langfristige Ergo- oder Physiotherapie. Auch andere körperliche Aktivitäten wie Joggen, Schwimmen, Radfahren oder Spazierengehen wirken den Symptomen des Fatigue-Syndroms entgegen. Durch die Bewegung wird die Herzfrequenz erhöht, das Blut zirkuliert schneller durch den Körper, Endorphine werden freigesetzt, das Risiko für Depressionen wird dadurch gesenkt und vor allem erleben die Patienten ein Gefühl der Selbstbestimmung und des bewussten Umgangs mit der Krankheit.

Arzneimittel überprüfen:

Erschöpfung und Tagesmüdigkeit können als Nebenwirkung verschiedener Schmerzmittel auftreten. Daher ist es sinnvoll, mit dem Arzt die Probleme zu besprechen, Medikamente unter Umständen abzusetzen oder durch andere Arzneimittel auszutauschen.

Was kann der Betroffene selbst tun?

Betroffene sollten bewusst leben, auf eine gesunde Ernährung und ausreichend Bewegung achten und auf die Signale des Körpers hören. Da man die Ermüdungserscheinungen nicht von heute auf morgen in den Griff bekommt, sollte man den Tag anhand der Befindlichkeit ausrichten.

Zur Behandlung eignen sich unter anderem Techniken wie kognitive Restrukturierung, Selbstsicherheitstraining sowie die Vermittlung von Bewältigungsstrategien und natürlich komplementäre Therapien: Komplementäre Ansätze wie bifokal-multisensorischen Interventionstechniken, Achtsamkeit, Massage, Yoga und Entspannungsübungen können die Fatigue abschwächen.

Wenn Veränderungen im Ernährungsstatus der Patienten auftreten, kann eine Ernährungsberatung hilfreich sein.

Weitere Informationen und Erstgespräche zum Thema: FatigueSyndrom (CFS / ME) bitte per Mail an: beratung.coaching.koblenz@gmail.com

 

Angst in die Hose zu machen – Inkontinenz und Stuhlinkontinenz – bei psychischen Ursachen

Angst in die Hose zu machen – Inkontinenz und Stuhlinkontinenz – bei psychischen Ursachen

Inkontinenz ist leider ein Tabuthema. Denn in den meisten Fällen lässt sie sich vollständig beheben. Medizinisch gesehen beschreibt der Begriff Inkontinenz den Verlust der Fähigkeit des Körpers, Urin und/oder Stuhl bewusst zurückzuhalten bzw. kontrolliert abzugeben. Die Ursachen hierfür sind vielfältig. Das Erscheinungsbild der Inkontinenz kann zudem variieren und äußert sich in unterschiedlichen Schweregraden.
Betroffene sollten einen Arztbesuch nach Möglichkeit nicht aufschieben und mit ihrem Arzt/ihrer Ärztin über ihre Beschwerden reden. Beim Überwinden von etwaigen Schamgefühlen kann es helfen, sich bewusst zu machen, dass viele Menschen von Inkontinenz betroffen sind.

Wir unterscheiden zwei Arten der Inkontinenz, einmal die Harninkontinenz und die Stuhlinkontinenz.
Mehr als neun Millionen Bundesbürger sind inkontinent und haben Schwierigkeiten damit, ihre Blase oder ihren Darm zu kontrollieren.
Die häufigsten Formen der Harninkontinenz sind Stress- und Dranginkontinenz. Die weibliche Bevölkerung ist von Harninkontinenz häufiger betroffen als Männer. Stuhlinkontinenz dagegen kommt bei beiden Geschlechtern etwa gleich häufig vor.
Als Stuhlinkontinenz bezeichnet man das Unvermögen, Stuhl zurückzuhalten. Bevor man es verhindern könnte, hat man sich schon in die Hose gemacht. Drohendes Einkoten meldet sich oft durch unbeherrschbaren, plötzlichen Stuhldrang an. Je nach Ursache kann sich Stuhlinkontinenz durch imperativen (plötzlichen, nicht beherrschbaren) Stuhldrang ankündigen. Das ist beispielsweise bei Betroffenen von Reizdarmsyndrom oder einer fortgeschrittenen Colitis ulcerosa der Fall. Es ist aber auch möglich, dass gerade der ausbleibende Stuhldrang – durch eine Fehlfunktion der Sensoren im Darm – für das Einkoten verantwortlich ist.

 

Inkontinenz und Stuhlinkontinenz nach einem traumatischen Erlebnis
Stuhlinkontinenz kann verschiedenste Ursachen haben:
Experten unterscheiden Stuhlinkontinenz nach Formen, primäre Stuhlinkontinenz, sensorische Stuhlinkontinenz, muskuläre Stuhlinkontinenz, Reservoir bedingte Stuhlinkontinenz und psychische Stuhlinkontinenz
Formen der Harninkontinenz
Je nach Ursache des unabsichtlichen Urinabgangs lassen sich verschiedene Formen der Inkontinenz unterschieden. Harninkontinenz ist vorwiegend auf sechs Gruppen verteilt:

Hilfe bei Inkontinenz und Stuhlinkontinenz – bei psychischen Ursachen

Zu den psychischen Ursachen von Harninkontinenz und Stuhlinkontinenz gehören nicht nur Stress und Nervosität, sondern viele weitere Faktoren.
Inkontinenz und Stuhlinkontinenz nach einem traumatischen Erlebnis
Angst gehört zu unserem Leben und ist wichtig für unsere Entwicklung. Jeder Mensch hat vor irgendetwas Angst: vor Prüfungen, Krankheiten, bestimmten Tieren, dem Alleinsein, Menschenmassen, Blamagen, usw. Angst ist ein natürlicher und nützlicher Schutzmechanismus: Sie lässt uns in Gefahrensituationen schnell reagieren. Normalerweise baut sich danach die Anspannung genauso schnell wieder ab, wie sie aufgebaut wurde. Angst löst körperlich ähnliche Reaktionen aus wie Stress: Der Hypothalamus kontrolliert unter anderem die Kortisol Bildung, das den Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel reguliert. Die Nebenniere produziert vermehrt Adrenalin und Noradrenalin, die wiederum innerhalb von Sekunden die Energiebereitstellung des Körpers beschleunigen: Die Herzfrequenz und der Blutdruck steigen, dadurch werden die Muskeln stärker durchblutet, das Gehirn jedoch wird quasi „ausgeschaltet“.

Die Betroffenen müssen sich ihrer Ängste nicht bewusst sein, dennoch haben diese teilweise massive körperliche Beschwerden zur Folge.

Sie führen unter anderem zu:

  • Inkontinenz
  • Verdauungsproblemen (Blähungen, Verstopfung, Durchfall)
  • Schlaf-, Ess- und Konzentrationsstörungen
  • Herzbeschwerden von Herzrhythmusstörungen, unter Umständen bis zum Herzinfarkt
  • Atembeschwerden bis hin zu Asthma
  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Depressionen

Abhilfe bei psychischen Ursachen stellt neben der Biofeedbackbehandlung die bifokale multisensorische Intervention Technik eine wissenschaftlich abgesicherte, ganzheitliche Behandlungsmethode dar.

Fragen bitte per Mail an: beratung.coaching.koblenz@gmail.com