von Coaching-Koblenz | Jan. 23, 2020 | Allgemein
Finden Sie die beste Entspannungstechnik für sich selbst -Stressbewältigung Koblenz
Entspannungstechnik- Entspannung bedeutet für viele von uns, sich auf die Couch fallen zu lassen und nach einem anstrengenden Tag vor dem Fernseher auszuspannen. Dies trägt jedoch wenig dazu bei, die schädlichen Auswirkungen von Stress zu verringern. Vielmehr müssen Sie die natürliche Entspannungsreaktion Ihres Körpers aktivieren, einen Zustand tiefer Ruhe, der den Stress bremst, Ihre Atmung und Herzfrequenz verlangsamt, Ihren Blutdruck senkt und Ihren Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht bringt. Sie können dies tun, indem Sie Entspannungstechniken wie tiefes Atmen, Meditation, rhythmische Übungen, Yoga oder Tai-Chi üben.
Während Sie sich beispielsweise für eine professionelle Massage oder Akupunktursitzung entscheiden, können die meisten Entspannungstechniken allein oder mithilfe eines kostenlosen Audiodownloads oder einer kostengünstigen Smartphone-App durchgeführt werden. Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass es keine einzige Entspannungstechnik gibt, die für alle funktioniert. Wir sind alle verschieden. Die richtige Technik ist die, die bei Ihnen ankommt, zu Ihrem Lebensstil passt und in der Lage ist, Ihren Geist zu fokussieren, um die Entspannungsreaktion auszulösen. Dies bedeutet, dass es möglicherweise einige Versuche und Irrtümer erfordert, um die für Sie am besten geeignete (n) Technik (en) zu finden. Sobald Sie dies getan haben, können Sie durch regelmäßiges Üben Alltagsstress und -angst abbauen, Ihren Schlaf verbessern, Ihre Energie und Stimmung steigern und Ihre allgemeine Gesundheit und Ihr Wohlbefinden verbessern.
Entspannungstechnik Nr. 1: Tiefes in den Bauch Atmen (Zwerchfellatmung)
Tiefes Atmen ist eine einfache, aber wirkungsvolle Entspannungstechnik, die sich auf vollständige, reinigende Atemzüge konzentriert. Es ist leicht zu erlernen, kann fast überall geübt werden und bietet eine schnelle Möglichkeit, Ihren Stress in den Griff zu bekommen. Tiefes Atmen ist auch der Grundstein für viele andere Entspannungsübungen und kann mit anderen entspannenden Elementen wie Aromatherapie und Musik kombiniert werden. Während Apps und Audiodownloads Sie durch den Prozess führen können, brauchen Sie nur ein paar Minuten und einen Ort, an dem Sie ruhig sitzen oder sich ausstrecken können.
So übst du das tiefe Atmen
- Sitzen Sie bequem mit geradem Rücken
- Lege eine Hand auf deine Brust und die andere auf deinen Bauch
- Atme durch die Nase ein
- Die Hand auf deinem Bauch sollte sich erheben
- Die Hand auf Ihrer Brust sollte sich kaum bewegen
- Atme durch deinen Mund aus und drücke so viel Luft wie möglich aus, während du deine Bauchmuskeln zusammenziehst
- Die Hand auf deinem Bauch sollte sich beim Ausatmen nach innen bewegen, die andere Hand sollte sich jedoch nur sehr wenig bewegen
- Atmen weiter durch die Nase ein und durch den Mund aus
- Versuche genug zu inhalieren, damit sich dein Unterbauch hebt und senkt
- Zähle langsam, während du ausatmest
- Wenn du Schwierigkeiten hast, im Sitzen aus deinemBauch heraus zu atmen, versuchen dich hinzulegen
- Oder lege ein kleines Buch auf deinen Bauch und atmen so, dass das Buch beim Einatmen steigt und beim Ausatmen fällt
Warum aus und in den Bauch atmen?
Durch die Bauchatmung wird der Vagusnerv angeregt, der vom Kopf über den Hals über die Brust bis zum Dickdarm verläuft. Dies aktiviert Ihre Entspannungsreaktion, senkt Ihre Herzfrequenz und Ihren Blutdruck und senkt den Stress!
Stressbewältigung – Achtsamkeitsübung: Bauchatmung in Stresssituationen – AOK Rheinland – Youtube
Entspannungstechniken: Ein umfassender Leitfaden für mehr Ruhe und Wohlbefinden
In unserer schnelllebigen und oft stressigen Welt ist es wichtiger denn je, Wege zu finden, um zur Ruhe zu kommen und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Entspannungstechniken bieten hierfür eine Vielzahl von Möglichkeiten, um sowohl körperliche als auch geistige Entspannung zu fördern. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Entspannungsverfahren, ihre Vorteile und Anwendungsbereiche, um Ihnen zu helfen, die passende Methode für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Warum Entspannung so wichtig ist
Stress ist ein allgegenwärtiges Phänomen, das sich negativ auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken kann. Chronischer Stress kann zu einer Reihe von Problemen führen, darunter:
Körperliche Beschwerden: Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Psychische Probleme: Angstzustände, Depressionen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten
Erschöpfung und Burnout: Verminderte Leistungsfähigkeit, Verlust der Lebensfreude
Regelmäßige Entspannung kann helfen, diese negativen Auswirkungen zu reduzieren und die allgemeine Lebensqualität zu verbessern.
Entspannungstechnik – Verschiedene Entspannungsverfahren im Überblick
Es gibt eine Vielzahl von Entspannungstechniken, die sich in ihrer Herangehensweise und Wirkung unterscheiden. Hier sind einige der bekanntesten und effektivsten Methoden:
1. Progressive Muskelentspannung (PMR)
Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist eine Technik, bei der verschiedene Muskelgruppen gezielt angespannt und wieder entspannt werden.
Ziel ist es, ein besseres Körperbewusstsein zu entwickeln und Muskelverspannungen abzubauen.
Vorteile:
Wirksam bei Stress, Angstzuständen, Schlafstörungen und chronischen Schmerzen
Leicht zu erlernen und anzuwenden
Kann überall und jederzeit durchgeführt werden
Anwendung: Die PMR wird meist in Kursen oder mithilfe von Anleitungen erlernt. Es gibt auch viele gute Audio- und Videoanleitungen. Die Übungen können im Liegen, Sitzen oder Stehen durchgeführt werden.
Ablauf:
Die Progressive Muskelentspannung (PMR) nach Jacobson ist eine Entspannungstechnik, bei der durch gezieltes An- und Entspannen verschiedener Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung erreicht wird. Hier ist ein typischer Ablauf:
Grundprinzipien:
Anspannen:
Eine bestimmte Muskelgruppe wird für einige Sekunden (ca. 5-10 Sekunden) bewusst angespannt.
Die Anspannung sollte spürbar, aber nicht schmerzhaft sein.
Entspannen:
Die Anspannung wird abrupt gelöst, und die Muskeln werden für etwa 20-30 Sekunden entspannt.
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das Gefühl der Entspannung.
Wiederholung:
Die Anspannung und Entspannung jeder Muskelgruppe wird in der Regel zweimal wiederholt.
Fortschreitende Entspannung:
Die Übungen werden systematisch durch verschiedene Muskelgruppen des Körpers geführt, von den Füßen bis zum Kopf.
Typischer Ablauf:
Vorbereitung:
Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind.
Legen Sie sich bequem auf den Rücken oder setzen Sie sich in einen bequemen Stuhl.
Schließen Sie die Augen und atmen Sie tief ein und aus, um zur Ruhe zu kommen.
Muskelgruppen:
Die PMR wird in der Regel mit folgenden Muskelgruppen durchgeführt:
Hände (Faust ballen)
Arme (Bizeps anspannen)
Stirn (Augenbrauen hochziehen)
Augen (Augen fest schließen)
Kiefer (Zähne zusammenbeißen)
Nacken (Kopf leicht nach vorne drücken)
Schultern (Schultern hochziehen)
Brust (Brustmuskeln anspannen)
Bauch (Bauchmuskeln anspannen)
Gesäß (Gesäßmuskeln anspannen)
Oberschenkel (Oberschenkelmuskeln anspannen)
Füße (Zehen krallen)
Durchführung:
Beginnen Sie mit den Händen und arbeiten Sie sich systematisch durch die Muskelgruppen.
Spannen Sie jede Muskelgruppe wie oben beschrieben an und entspannen Sie sie wieder.
Konzentrieren Sie sich auf den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung.
Abschluss:
Nachdem Sie alle Muskelgruppen durchgegangen sind, bleiben Sie noch einige Minuten in der Entspannung liegen oder sitzen.
Spüren Sie, wie sich Ihr Körper anfühlt.
Öffnen Sie langsam die Augen und kehren Sie in den Alltag zurück.
Wichtige Hinweise:
Üben Sie regelmäßig, um die volle Wirkung der PMR zu erzielen.
Seien Sie geduldig und geben Sie sich Zeit, die Technik zu erlernen.
Wenn Sie Schmerzen oder andere Beschwerden haben, sprechen Sie vor der Anwendung der PMR mit Ihrem Arzt.
Die Progressive Muskelentspannung ist eine sehr wirksame Methode, um Stress abzubauen und die Entspannung zu fördern.
2. Entspannungstechnik – Autogenes Training (AT)
Das autogene Training ist eine Form der Selbsthypnose, bei der durch autosuggestive Formeln ein Zustand tiefer Entspannung erreicht wird.
Ziel ist es, Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung und Durchblutung positiv zu beeinflussen.
Vorteile:
Wirksam bei Stress, Angstzuständen, Schlafstörungen, Bluthochdruck und psychosomatischen Beschwerden
Fördert die Konzentration und das Selbstbewusstsein
Kann zur Schmerzlinderung beitragen
Anwendung: Das AT wird in der Regel in Kursen oder mit professioneller Hilfe erlernt. Es ist wichtig, die Übungen regelmäßig zu praktizieren, um die volle Wirkung zu erzielen.
Das Autogene Training (AT) ist eine Form der Selbsthypnose, die darauf abzielt, durch Autosuggestion einen Zustand tiefer Entspannung zu erreichen. Es wird in zwei Stufen unterteilt: die Grundstufe und die Oberstufe. Hier ist ein Überblick über den Ablauf der Grundstufe, die am häufigsten angewendet wird:
Ablauf und Grundprinzipien:
Konzentration:
Die Aufmerksamkeit wird passiv auf bestimmte Körperempfindungen gerichtet.
Autosuggestion:
Durch die Wiederholung bestimmter Formeln werden körperliche Reaktionen hervorgerufen.
Übung:
Regelmäßige Übung ist entscheidend, um die Technik zu beherrschen.
Ablauf der Grundstufe:
Die Grundstufe des AT besteht aus sechs Übungen, die nacheinander erlernt werden:
Schwereübung:
Ziel: Muskelentspannung
Formel: „Mein rechter Arm ist ganz schwer.“ (oder linker Arm, beide Arme, beide Beine)
Wirkung: Schweregefühl in den Gliedmaßen, Muskelentspannung.
Wärmeübung:
Ziel: Durchblutungsförderung
Formel: „Mein rechter Arm ist ganz warm.“
Wirkung: Wärmegefühl in den Gliedmaßen, verbesserte Durchblutung.
Herzübung:
Ziel: Herzberuhigung
Formel: „Mein Herz schlägt ruhig und gleichmäßig.“
Wirkung: Beruhigung des Herzschlags.
Atemübung:
Ziel: Atemberuhigung
Formel: „Meine Atmung ist ruhig und gleichmäßig.“
Wirkung: Beruhigung der Atmung.
Sonnengeflechtübung:
Ziel: Entspannung der Bauchorgane
Formel: „Mein Sonnengeflecht ist strömend warm.“
Wirkung: Wärmegefühl im Bauchraum, Entspannung der Bauchorgane.
Kopf-Kühle-Übung:
Ziel: Klärung des Kopfes
Formel: „Meine Stirn ist angenehm kühl.“
Wirkung: Kühlegefühl auf der Stirn, Klärung des Kopfes.
Durchführung:
Die Übungen werden in einer bequemen Haltung durchgeführt, z. B. im Liegen, Sitzen oder im sogenannten „Droschkenkutscherhaltung“.
Die Formeln werden innerlich wiederholt, während die Aufmerksamkeit auf die entsprechenden Körperempfindungen gerichtet wird.
Jede Übung wird mehrmals wiederholt, bevor zur nächsten übergegangen wird.
„Ich bin ganz ruhig“ wird als übergeordnete Formel genutzt, und vor und nach jeder Übungsformel wiederholt.
Wichtige Hinweise:
Das AT sollte in einer ruhigen Umgebung durchgeführt werden.
Regelmäßige Übung ist wichtig, um die Technik zu beherrschen.
Bei bestehenden gesundheitlichen Problemen sollte vor der Anwendung des AT ein Arzt konsultiert werden.
Das AT wird meistens in Kursen von Fachpersonal gelehrt.
Das Autogene Training ist eine sehr wirksame Methode, um Stress abzubauen, die Entspannung zu fördern und die Selbstregulation zu verbessern.
3. Entspannungstechnik – Meditation
Meditation ist eine jahrtausendealte Praxis, bei der die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt gerichtet wird, um den Geist zu beruhigen und innere Ruhe zu finden.
Es gibt verschiedene Meditationsformen, wie z. B. Achtsamkeitsmeditation, Atemmeditation und transzendentale Meditation.
Vorteile:
Reduziert Stress, Angstzustände und Depressionen
Verbessert die Konzentration, das Gedächtnis und die emotionale Regulation
Fördert das Gefühl von innerem Frieden und Wohlbefinden
Anwendung: Meditation kann im Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. Es gibt viele geführte Meditationen, die den Einstieg erleichtern.
Meditation ist eine uralte Praxis, die darauf abzielt, den Geist zu beruhigen und innere Ruhe zu finden. Sie kann auf verschiedene Arten praktiziert werden, aber das Grundprinzip bleibt dasselbe: die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt zu richten und den Geist von ablenkenden Gedanken zu befreien.
Vorteile der Meditation:
Stressreduktion:
Meditation hilft, das Stresshormon Cortisol zu senken und das Nervensystem zu beruhigen.
Verbesserte Konzentration:
Regelmäßige Meditation kann die Fähigkeit verbessern, sich zu konzentrieren und die Aufmerksamkeit zu fokussieren.
Emotionale Ausgeglichenheit:
Meditation kann helfen, negative Emotionen wie Angst und Depressionen zu reduzieren und positive Emotionen wie Freude und Mitgefühl zu fördern.
Erhöhtes Selbstbewusstsein:
Durch Meditation können Sie sich Ihrer Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen bewusster werden.
Verbesserter Schlaf:
Meditation kann helfen, den Geist zu beruhigen und Schlafstörungen zu reduzieren.
Körperliche Gesundheit:
Studien haben gezeigt, dass Meditation positive Auswirkungen auf den Blutdruck, das Immunsystem und die Schmerzwahrnehmung haben kann.
Ablauf einer grundlegenden Meditation:
Vorbereitung:
Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind.
Setzen oder legen Sie sich bequem hin.
Schließen Sie die Augen oder senken Sie den Blick.
Fokus:
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Spüren Sie, wie der Atem ein- und ausströmt.
Alternativ können Sie sich auf ein Mantra, ein Bild oder ein Körpergefühl konzentrieren.
Umgang mit Gedanken:
Wenn Gedanken auftauchen, lassen Sie sie einfach vorbeiziehen, ohne sie zu bewerten.
Bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit sanft zurück zum Fokus.
Dauer:
Beginnen Sie mit kurzen Meditationen von 5-10 Minuten und steigern Sie die Dauer allmählich.
Auch kurze Meditationen können positive Effekte haben.
Abschluss:
Nehmen Sie sich am Ende der Meditation einen Moment Zeit, um die Stille zu genießen.
Öffnen Sie langsam die Augen und kehren Sie in den Alltag zurück.
Zusätzliche Hinweise:
Es gibt viele verschiedene Arten von Meditation. Probieren Sie verschiedene Techniken aus, um diejenige zu finden, die am besten zu Ihnen passt.
Regelmäßigkeit ist wichtig. Versuchen Sie, täglich zu meditieren, auch wenn es nur für kurze Zeit ist.
Seien Sie geduldig. Meditation erfordert Übung.
Meditation ist ein wertvolles Werkzeug, um Stress abzubauen, die innere Ruhe zu fördern und die Lebensqualität zu verbessern.
4. Entspannungstechnik Yoga
Yoga ist ein ganzheitliches System, das körperliche Übungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Meditation kombiniert.
Ziel ist es, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.
Vorteile:
Verbessert die Flexibilität, Kraft und Ausdauer
Reduziert Stress und Angstzustände
Fördert die Entspannung und das Körperbewusstsein
Anwendung: Yoga kann in Kursen oder mithilfe von Videos und Büchern erlernt werden. Es gibt verschiedene Yoga-Stile, die sich in Intensität und Schwerpunkt unterscheiden.
Yoga ist eine ganzheitliche Praxis, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt. Die Vorteile von Yoga sind vielfältig und wirken sich sowohl auf die körperliche als auch auf die geistige Gesundheit aus.
Vorteile von Yoga:
Körperliche Vorteile:
Verbesserte Flexibilität und Beweglichkeit
Stärkung der Muskulatur
Verbesserte Körperhaltung
Erhöhte Ausdauer
Verbesserte Balance und Koordination
Anregung des Herz-Kreislauf-Systems
Linderung von Rückenschmerzen und anderen körperlichen Beschwerden
Geistige Vorteile:
Stressreduktion und Entspannung
Abbau von Angstzuständen und Depressionen
Verbesserte Konzentration und Achtsamkeit
Förderung des inneren Friedens und der Gelassenheit
Verbesserung des Schlafes
Erhöhtes Selbstbewusstsein
Verschiedene Yoga-Stile:
Es gibt eine Vielzahl von Yoga-Stilen, die sich in ihrer Intensität, ihrem Fokus und ihrer Herangehensweise unterscheiden. Hier sind einige der bekanntesten Stile:
Hatha Yoga:
Ein sanfter und langsamer Stil, der sich auf grundlegende Körperhaltungen (Asanas) und Atemübungen (Pranayama) konzentriert.
Ideal für Anfänger und Menschen, die einen ruhigen und entspannenden Stil suchen.
Vinyasa Yoga:
Ein dynamischer und fließender Stil, bei dem die Körperhaltungen durch den Atem miteinander verbunden werden.
Fördert Kraft, Ausdauer und Flexibilität.
Ashtanga Yoga:
Ein kraftvoller und anspruchsvoller Stil, der aus einer festen Abfolge von Körperhaltungen besteht.
Fördert Kraft, Ausdauer und Disziplin.
Iyengar Yoga:
Ein präziser und detailorientierter Stil, der Hilfsmittel wie Blöcke, Gurte und Decken verwendet.
Fördert die korrekte Ausrichtung des Körpers.
Kundalini Yoga:
Ein spiritueller Stil, der Körperhaltungen, Atemübungen, Mantras und Meditation kombiniert.
Fördert die Aktivierung der Kundalini-Energie.
Yin Yoga:
Ein ruhiger und passiver Stil, bei dem die Körperhaltungen lange gehalten werden.
Fördert die Flexibilität des Bindegewebes und die Entspannung.
Bikram Yoga:
Ein intensiver Stil, der in einem beheizten Raum (ca. 40 Grad Celsius) praktiziert wird.
Besteht aus einer festen Abfolge von 26 Körperhaltungen und 2 Atemübungen.
Die Wahl des richtigen Yoga-Stils hängt von den individuellen Bedürfnissen, Vorlieben und Zielen ab. Es ist ratsam, verschiedene Stile auszuprobieren, um denjenigen zu finden, der am besten passt.
5. Entspannungstechnik – Atemtechniken
Atemtechniken sind einfache und wirkungsvolle Methoden, um Stress abzubauen und die Entspannung zu fördern.
Durch bewusstes Atmen kann das Nervensystem beruhigt und die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessert werden.
Vorteile:
Sofortige Wirkung bei Stress und Angstzuständen
Leicht zu erlernen und anzuwenden
Kann überall und jederzeit durchgeführt werden
Anwendung: Es gibt verschiedene Atemtechniken, wie z. B. die Bauchatmung, die Wechselatmung und die 4-7-8-Atmung.
Atemtechniken sind kraftvolle Werkzeuge, um Körper und Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Sie sind leicht zu erlernen und können überall und jederzeit angewendet werden.
Vorteile von Atemtechniken:
Stressreduktion:
Tiefe und bewusste Atmung aktiviert das parasympathische Nervensystem, das für Entspannung und Erholung zuständig ist.
Sie senken den Cortisolspiegel (Stresshormon).
Angstlinderung:
Atemtechniken können helfen, Panikattacken und Angstzustände zu reduzieren, indem sie den Geist beruhigen und die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment lenken.
Verbesserte Konzentration:
Bewusstes Atmen fördert die Achtsamkeit und verbessert die Fähigkeit, sich zu konzentrieren.
Besserer Schlaf:
Atemübungen vor dem Schlafengehen können helfen, den Geist zu beruhigen und Schlafstörungen zu reduzieren.
Körperliche Vorteile:
Verbesserte Sauerstoffversorgung des Körpers.
Senkung des Blutdrucks.
Linderung von Muskelverspannungen.
Verbesserung der Lungenfunktion.
Ablauf einiger gängiger Atemtechniken:
Bauchatmung (Zwerchfellatmung):
Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und die andere auf Ihre Brust.
Atmen Sie tief durch die Nase ein, sodass sich Ihr Bauch hebt,1 während Ihre Brust sich kaum bewegt.
1.Atmen Sie langsam durch den Mund oder die Nase aus, sodass sich Ihr Bauch senkt.
Wiederholen Sie dies mehrere Male.
4-7-8-Atmung:
Atmen Sie 4 Sekunden lang durch die Nase ein.
Halten Sie den Atem 7 Sekunden lang an.
Atmen Sie 8 Sekunden lang durch den Mund aus.
Wiederholen Sie dies mehrere Male.
Diese Atemübung ist gut geeignet um schneller einzuschlafen.
Wechselatmung (Nadi Shodhana):
Schließen Sie das rechte Nasenloch mit dem Daumen.
Atmen Sie durch das linke Nasenloch ein.
Schließen Sie das linke Nasenloch mit dem Ringfinger und öffnen Sie das rechte Nasenloch.
Atmen Sie durch das rechte Nasenloch aus.
Atmen Sie durch das rechte Nasenloch ein.
Schließen Sie das rechte Nasenloch und öffnen Sie das linke Nasenloch.
Atmen Sie durch das linke Nasenloch aus.
Wiederholen Sie dies mehrere Male.
Diese Atemübung soll die beiden Gehirnhälften ausgleichen.
Wichtige Hinweise:
Üben Sie Atemtechniken regelmäßig, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Finden Sie einen ruhigen und bequemen Ort zum Üben.
Seien Sie geduldig und geben Sie sich Zeit, die Techniken zu erlernen.
Wenn sie unter Atemwegserkrankungen leiden, halten sie Rücksprache mit ihrem Arzt.
Atemtechniken sind ein einfacher und effektiver Weg, um Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu fördern.
6. Entspannungstechnik – Achtsamkeit (Mindfulness)
Achtsamkeit bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu richten, ohne zu urteilen.
Es geht darum, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, ohne sich von ihnen mitreißen zu lassen.
Vorteile:
Reduziert Stress, Angstzustände und Depressionen
Verbessert die Konzentration, das Gedächtnis und die emotionale Regulation
Fördert das Gefühl von innerem Frieden und Wohlbefinden
Anwendung: Achtsamkeit kann im Alltag durch einfache Übungen wie bewusstes Atmen, Körperwahrnehmung und achtsames Essen praktiziert werden.
Achtsamkeit ist eine Geisteshaltung, bei der die Aufmerksamkeit bewusst und ohne Wertung auf den gegenwärtigen Moment gerichtet wird. Es geht darum, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, ohne sich von ihnen mitreißen zu lassen.
Vorteile der Achtsamkeit:
Stressreduktion:
Achtsamkeit hilft, den Umgang mit Stress zu verbessern, indem sie die Fähigkeit stärkt, stressige Situationen bewusst wahrzunehmen und darauf zu reagieren, anstatt automatisch zu reagieren.
Verbesserte emotionale Regulation:
Achtsamkeit fördert die Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Dies kann helfen, emotionale Reaktivität zu reduzieren und emotionale
Stabilität zu fördern.
Erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit:
Achtsamkeitstraining kann die Fähigkeit verbessern, die Aufmerksamkeit zu fokussieren und Ablenkungen zu reduzieren.
Verbessertes Wohlbefinden:
Achtsamkeit kann zu einem gesteigerten Gefühl von innerem Frieden, Gelassenheit und Zufriedenheit führen.
Reduzierung von Angstzuständen und Depressionen:
Studien haben gezeigt, dass Achtsamkeitstraining helfen kann, Symptome von Angstzuständen und Depressionen zu reduzieren.
Verbesserte zwischenmenschliche Beziehungen:
Achtsamkeit kann die Fähigkeit verbessern, empathisch und mitfühlend mit anderen umzugehen.
Ablauf einer Achtsamkeitsübung:
Es gibt viele verschiedene Achtsamkeitsübungen, aber hier ist ein grundlegender Ablauf:
Vorbereitung:
Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind.
Setzen oder legen Sie sich bequem hin.
Schließen Sie die Augen oder senken Sie den Blick.
Fokus:
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Spüren Sie, wie der Atem ein- und ausströmt.
Alternativ können Sie sich auf Körperempfindungen, Geräusche oder andere Sinneswahrnehmungen konzentrieren.
Umgang mit Gedanken:
Wenn Gedanken auftauchen, nehmen Sie sie einfach wahr, ohne sie zu bewerten oder sich von ihnen mitreißen zu lassen.
Lassen Sie die Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen.
Bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit sanft zurück zum Fokus.
Dauer:
Beginnen Sie mit kurzen Übungen von 5-10 Minuten und steigern Sie die Dauer allmählich.
Auch kurze Achtsamkeitsmomente im Alltag können wirksam sein.
Abschluss:
Nehmen Sie sich am Ende der Übung einen Moment Zeit, um die Stille zu genießen.
Öffnen Sie langsam die Augen und kehren Sie in den Alltag zurück.
Achtsamkeit im Alltag:
Achtsames Essen: Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Mahlzeiten bewusst zu genießen, und achten Sie auf die Aromen, Texturen und Gerüche.
Achtsames Gehen: Achten Sie auf die Empfindungen in Ihren Füßen, während Sie gehen, und nehmen Sie Ihre Umgebung bewusst wahr.
Achtsames Zuhören: Hören Sie aufmerksam zu, ohne zu unterbrechen oder zu urteilen.
Achtsames Zähneputzen: Konzentrieren sie sich vollkommen auf die Bewegungen, auf die Geräusche und auf die Empfindungen die sie während des Zähneputzens haben.
Achtsamkeit ist eine Fähigkeit, die durch regelmäßige Übung entwickelt werden kann.
Akupressur-Matte
Akupressurmatten sind mit kleinen, spitzen Noppen versehen, die Druck auf bestimmte Punkte des Körpers ausüben. Diese Druckpunkte entsprechen den Akupunkturpunkten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Anwendung einer Akupressurmatte kann eine Reihe von Vorteilen für die körperliche und geistige Gesundheit bieten.
Vorteile einer Akupressurmatte:
Linderung von Verspannungen:
Die Noppen der Matte stimulieren die Muskeln und können Verspannungen im Rücken, Nacken und anderen Körperbereichen lösen.
Förderung der Durchblutung:
Der Druck der Noppen kann die Durchblutung anregen, was zur Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen beiträgt.
Schmerzlinderung:
Die Stimulation der Akupunkturpunkte kann zur Freisetzung von Endorphinen führen, die schmerzlindernd wirken können.
Stressabbau und Entspannung:
Die Anwendung einer Akupressurmatte kann eine beruhigende Wirkung haben und zur Entspannung von Körper und Geist beitragen.
Verbesserung des Schlafes:
Durch die Entspannung und den Stressabbau kann die Akupressurmatte zu einem besseren Schlaf beitragen.
Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens:
Die regelmäßige Anwendung einer Akupressurmatte kann das allgemeine Wohlbefinden steigern und zu einem positiven Körpergefühl beitragen.
Anwendung:
Die Akupressurmatte kann auf dem Boden, im Bett oder auf einem Stuhl verwendet werden.
Anfänger sollten die Matte zunächst mit einem dünnen Tuch bedecken, um den Druck zu reduzieren.
Die Anwendungsdauer kann je nach Bedarf variieren, in der Regel werden 10 bis 30 Minuten empfohlen.
Es ist wichtig, auf den Körper zu hören und die Anwendung bei Unwohlsein abzubrechen.
Wichtige Hinweise:
Schwangere, Menschen mit Hauterkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen sollten vor der Anwendung einer Akupressurmatte ihren Arzt konsultieren.
Nicht benutzen bei akuten Entzündungen.
Bei Herz-Kreislauf Beschwerden, bitte vor der Anwendung mit dem Arzt reden.
Bei der Benutzung der Matte können anfangs unangenehme Druckgefühle entstehen.
Akupressurmatten bieten eine einfache und effektive Möglichkeit, Verspannungen zu lösen, Schmerzen zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern.
7. Entspannungstechnik – Naturerlebnisse
Aufenthalte in der Natur, wie Spaziergänge im Wald, Wanderungen oder Aufenthalte am Wasser, können eine tiefgreifende Wirkung auf die Entspannung haben.
Die Natur bietet eine natürliche Umgebung, die Stress reduziert und das Wohlbefinden steigert.
Vorteile:
Reduziert Stresshormone
Fördert die Entspannung und das Wohlbefinden
Verbessert die Stimmung und die Konzentration
Anwendung: Regelmäßige Aufenthalte in der Natur, auch kurze Spaziergänge, können einen positiven Effekt haben.
Die Wahl der richtigen Entspannungstechnik
Die Wahl der geeigneten Entspannungstechnik hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Es ist wichtig, verschiedene Methoden auszuprobieren, um herauszufinden, welche am besten funktioniert.
Tipps für die Anwendung von Entspannungstechniken
Regelmäßigkeit ist entscheidend: Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für Entspannungsübungen, auch wenn es nur wenige Minuten sind.
Schaffen Sie eine ruhige Umgebung: Sorgen Sie für einen ungestörten Ort, an dem Sie sich entspannen können.
Seien Sie geduldig: Entspannung ist ein Lernprozess, der Zeit und Übung erfordert.
Integrieren Sie Entspannung in den Alltag: Nutzen Sie kurze Pausen, um Atemübungen oder Achtsamkeitsübungen durchzuführen.
Fazit
Entspannungstechniken sind wertvolle Werkzeuge, um Stress abzubauen, das Wohlbefinden zu steigern und die Lebensqualität zu verbessern. Durch regelmäßige Anwendung können Sie ein tieferes Gefühl von Ruhe und Gelassenheit entwickeln.
Gibt es DIE EINE Entspannungstechnik?
Es gibt keine „beste“ Entspannungstechnik, die für jeden gleichermaßen geeignet ist. Die Wahl der richtigen Methode hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen, Vorlieben und Zielen ab. Einige Menschen finden tiefe Entspannung in der Meditation, während andere von der progressiven Muskelentspannung oder Yoga profitieren.
Hier sind einige Faktoren, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können:
Ihre Persönlichkeit:
Sind Sie eher aktiv oder passiv?
Bevorzugen Sie strukturierte Übungen oder freie Formen der Entspannung?
Sind Sie eher körperlich oder geistig orientiert?
Ihre Bedürfnisse:
Möchten Sie Stress abbauen, Schlafstörungen bekämpfen, Schmerzen lindern oder Ihre Konzentration verbessern?
Wie viel Zeit können Sie für Entspannungsübungen aufbringen?
Wo möchten Sie die Übungen durchführen (zu Hause, im Büro, unterwegs)?
Einige Empfehlungen:
Entspannungstechnik für Anfänger:
Atemtechniken:Einfach zu erlernen und überall anwendbar.
Progressive Muskelentspannung: Systematische Entspannung des Körpers.
Achtsamkeitsübungen: Förderung der Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments.
Für Menschen mit Stress und Angstzuständen:
Meditation: Beruhigung des Geistes und Förderung der inneren Ruhe.
Yoga: Kombination von Körperübungen, Atemtechniken und Meditation.
Autogenes Training: Selbsthypnose zur Entspannung von Körper und Geist.
Für Menschen mit körperlichen Beschwerden:
Yoga: Linderung von Verspannungen und Schmerzen.
Akupressurmatte: Stimulation von Akupunkturpunkten zur Schmerzlinderung.
Entspannungstechnik – Wichtiger Hinweis:
Probieren Sie verschiedene Techniken aus, um herauszufinden, welche am besten zu Ihnen passt.
Seien Sie geduldig und geben Sie sich Zeit, die Techniken zu erlernen.
Regelmäßige Übung ist entscheidend für den Erfolg.
Sollten sie unter Psychischen oder Körperlichen Problemen leiden, halten sie Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten.
Letztendlich ist die beste Entspannungstechnik diejenige, die Ihnen hilft, sich wohlzufühlen und Ihre Ziele zu erreichen.
von Coaching-Koblenz | Jan. 9, 2020 | Allgemein
Wut bei Kindern und Jugendlichen – Emotionsregulation in Koblenz
Entwicklung von Emotionsregulation – Wut ist eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion, die durch eine als unangenehm empfundene Situation oder Bemerkung, zum Beispiel eine Kränkung, ausgelöst worden ist. Wut ist heftiger als der Ärger und schwerer zu beherrschen als der Zorn. Von Zorn spricht man dann, wenn die Angelegenheit, die uns ärgert, nicht primär auf unser Ich bezogen ist, sondern auf etwas Übergreifendes. Der Zorn ist etwas distanzierter als die Wut. So wie jeder Mensch fähig ist, Freude oder Angst zu spüren, kann er auch wütend werden – und das von Kindesbeinen an. Doch die Wut hat auch einen Zweck. Ihre aggressive Energie bewirkt, dass wir uns abgrenzen, uns durchsetzen, uns weiterentwickeln.
Wer kennt diese Situation nicht: Der Supermarkt ist überfüllt, die Schlange an der Kasse wird länger und länger und es kommt, wie es kommen muss – ausgerechnet jetzt entdeckt Ihr Kind irgendeine Süßigkeit oder ein Spielzeug kurz vor der Kasse und will es haben, Sie sagen aber nein und schon geht es los. Ihr Kind wird laut, schreit und wirft sich auf den Boden und alle anderen Supermarktbesucher schauen sie an und schütteln den Kopf. Manche äußeren auch noch „Tipps“ wie sie in der Situation damit umgehen würden, was absolut nicht hilfreich ist.

Entwicklung von Emotionsregulation – Der Umgang mit Wut und Wutausbrüchen
Wut ist ein Gefühl. Und jeder Mensch kennt dieses Gefühl. Wir Erwachsenen haben im Laufe der Zeit gelernt (sollten gelernt haben), unsere Gefühle zu unterdrücken oder wir haben einen eigenen Umgang damit gefunden (Regulation oder die bewertungsfreie Wahrnehmung)
Wut gehört zu unserer emotionalen Grundausstattung, kann aber auch ein Alarmzeichen sein. Sie macht uns darauf aufmerksam, dass da etwas nicht stimmt, sich jemand nicht richtig verhält, ein Mitmensch unehrlich ist, andere ausnutzt, zu hohe, ungerechtfertigte Anforderungen stellt oder dort sanktioniert, wo Sanktion nicht angebracht ist.
Aus Kindern brechen die Gefühle oft ungefiltert heraus. Sie haben dadurch einen direkten Zugang zu ihren Gefühlen, worin sie vielen Erwachsenen voraus sind. Wut ist ein Signal unseres Körpers, das uns auf Ungerechtigkeit hinweist. Somit ist Wut nichts Schlechtes, sondern kann im Gegenteil sehr nützlich sein, sie zu spüren ist wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung.
Oft wird die Wut von Kindern als Mittel eingesetzt, gegen den Willen der Eltern ein bestimmtes Ziel zu erreichen umso den eigenen Willen durchzusetzen. Für die Eltern bedeutet das jetzt, konsequent zu bleiben. Wenn die Eltern in dieser Situation der Wut ihres Kindes nachgeben, lernt es daraus, dass es Erfolg haben wird, wenn es nur wütend genug ist – und damit ist der nächste Wutanfall bereits absehbar.
Oft steckt hinter den Wutanfällen mehr als nur eine reine entwicklungsbedingte Reaktion. So können beispielsweise Ängste zu aggressivem Verhalten führen. Etwa die Angst, verspottet zu werden, Verlustängste oder die kindliche Angst zu versagen und damit die nicht selten hoch gesteckten Erwartungen der Eltern zu enttäuschen.
„Wenn man dann als Eltern hingeht und die Kinder wegschickt, um die Kontrolle über ihre Wut und ihren Zorn zu erlangen, bleibt das Gefühl der „Bösartigkeit „in ihnen bestehen … Wahrscheinlich fühlte sie Ihr Kind vor dem Ausbruch bereits nicht gut, und die Isolation dient nur dazu, dass sich Ihr Kind in seinen eigenen Gedanken bestätigt fühlt, dass vor dem Ausbrauch schon hatte.
Viele Eltern sind versucht, ein wütendes Kind in sein Zimmer zu schicken, damit es sich beruhigt. Wenn wir sie in ihr Zimmer schicken, wird sie sich tatsächlich irgendwann beruhigen. Leider hat sie auch eine klare Botschaft erhalten, dass ihre Wut inakzeptabel ist und dass sie selbstständig ist, wenn es darum geht, mit ihren großen, beängstigenden Gefühlen umzugehen. Kein Wunder, dass so viele von uns als Erwachsene Probleme mit dem Wutmanagement haben. Das bedeutet, dass wir unsere Kinder anschreien, mit unserem Ehepartner in Streit geraten, um nicht zuzugeben, dass sie selbst wütend sind und keine Möglichkeit der Regulation kennen.
Entwicklung von Emotionsregulation – Was können wir also tun, wenn unsere Kinder wütend sind?
Wir können unseren Kindern helfen, verantwortungsbewusst mit Ihrer Wut umzugehen. Und das beginnt damit, die Wut und den Ärger unserer Kinder zu akzeptieren – ohne darauf zu reagieren.
Eine der wichtigsten Aufgaben der Kindheit ist es, zu lernen, die „Wunden des Alltags“ zu ertragen, ohne in reaktiven Zorn zu geraten. Dies gibt uns die Möglichkeit, diese Herausforderungen anzugehen und sie konstruktiver zu lösen. Kinder lernen dies nicht durch Verbannung oder Liebesentzug, sondern indem wir ihnen beibringen, alle ihre Gefühle zu ehren und gleichzeitig für ihre Handlungen verantwortlich zu sein.
Wut und psychische Gesundheitsprobleme
Psychische Gesundheitsprobleme können auch mit wütenden Ausbrüchen verbunden sein. Kinder mit Depressionen, Angstzuständen, Trotzstörungen, ADS oder ADHS haben oft Schwierigkeiten, ihre Emotionen zu regulieren. Hinter dem Verhalten eines wütenden Kindes steckt nicht immer ein eindeutiges psychisches Problem. Bestimmte Kinder haben nur eine geringere Toleranz für Frustration als andere.
Manche Kinder scheinen mit einer kurzen „Zündschnur“ geboren zu sein. Sie sind ungeduldig, intolerant und geradezu aggressiv, wenn sie nicht glücklich sind. Innerhalb von Sekunden kann ein anscheinend geringfügiges Ereignis dazu führen, dass ein Kind wütend wird und tobt. Der Umgang mit solch feindseligem, manchmal auch aggressivem und unvorhersehbarem Verhalten kann für die ganze Familie stressig sein.
Zwar ist es für Kleinkinder altersgemäß, Wutanfälle zu bekommen, und für Kinder im Vorschulalter ist es manchmal wichtig, aber nichts destotrotz sollte man als Eltern ein Auge darauf haben und schauen, ob das Verhalten über das normale Verhalten in der Kindheit hinausgeht.
Hier sind einige Warnzeichen, die darauf hinweisen können, dass Sie es in Betracht ziehen sollten, professionelle Hilfe für Ihr Kind in Anspruch zu nehmen:
- Die Wutausbrüche stören die Beziehungen oder das Familienleben
- Ihr Kind nutzt Aggression als Werkzeug
- Wutanfälle sind nicht altersgerecht
- Ihr Kind hat eine geringe Toleranzschwelle für Frustration
- Wenn das Verhalten seine Fähigkeit beeinträchtigt, mit anderen Kindern auszukommen
- Wenn das Verhalten Ihres Kindes für sich selbst oder andere gefährlich ist
- Wenn das Verhalten ernsthafte Probleme in der Schule verursacht
Wutmanagement – Emotionsregulations-Training – Elterntraining
Wenn Sie Schwierigkeiten haben, einem wütenden Kind zu helfen, sich besser zu fühlen, ziehen Sie professionelle Hilfe in Betracht. Ein Kinder und Jugendlichen „Emotionsregulations-Therapeut“ kann Ihnen bei der Vermittlung von Strategien zum Wutmanagement und Wutregulation Ihres Kindes behilflich sein.
Sprechen Sie zunächst mit Ihrem Kinderarzt über Ihre Bedenken. Ihr Kinderarzt Arzt wird medizinische Probleme ausschließen wollen, die möglicherweise zu dem Problem beitragen, und dann kann, falls erforderlich, eine Überweisung an einen Fachmann/Frau erfolgen.
Wenn das Verhalten Ihres Kindes außer Kontrolle gerät oder schwerwiegende Probleme verursacht, ist es eine gute Idee, sich professionelle Hilfe durch Elterntraining zu holen. Im Elterntraining trainieren Sie, das Verhalten, das Sie bei Ihrem Kind fördern möchten, positiv zu verstärken, Struktur zu schaffen und konsequent zu bleiben.
Wir alle wollen wichtig sein und uns verstanden fühlen. Wut und Aggression sind einfach eine Art und Weise, wie Menschen kommunizieren, um anderen zu zeigen wie sie sich fühlen, anstatt darüber zu sprechen.
Lernziele beim Eltern-Training in Koblenz
- Probleme anders wahrnehmen
- Verhaltensprobleme lösen
- Regulations- und Belastungsverhalten stärken
- Neue Kommunikationsstrukturen kennenlernen
- Motivationsförderliche Verhaltensweisen
- Beziehung zum Kind stärken
- Kind als Experten in eigener Sache akzeptieren
- Förderung der solidarischen Beziehungen in der Familie
- Ich-Botschaften anwenden
- Aktives Zuhören lernen
- Konfliktgespräche mit dem Kind führen
- Wirksam loben
- Vereinbarungen-Regeln-Grenzen setzen
- Einsetzten von Verstärkerplänen
- Token -Pläne richtig erstellen
Bei Fragen zu Terminen oder weitern Infos, bitte eine Mail an: beratung.coaching.koblenz@gmal.com
Wie reagiere ich auf die Wutausbrüche meines Kindes oder Enkels?