von Coaching-Koblenz | Jan. 23, 2020 | Allgemein
Finden Sie die beste Entspannungstechnik für sich selbst -Stressbewältigung Koblenz
Entspannungstechnik- Entspannung bedeutet für viele von uns, sich auf die Couch fallen zu lassen und nach einem anstrengenden Tag vor dem Fernseher auszuspannen. Dies trägt jedoch wenig dazu bei, die schädlichen Auswirkungen von Stress zu verringern. Vielmehr müssen Sie die natürliche Entspannungsreaktion Ihres Körpers aktivieren, einen Zustand tiefer Ruhe, der den Stress bremst, Ihre Atmung und Herzfrequenz verlangsamt, Ihren Blutdruck senkt und Ihren Körper und Geist wieder ins Gleichgewicht bringt. Sie können dies tun, indem Sie Entspannungstechniken wie tiefes Atmen, Meditation, rhythmische Übungen, Yoga oder Tai-Chi üben.
Während Sie sich beispielsweise für eine professionelle Massage oder Akupunktursitzung entscheiden, können die meisten Entspannungstechniken allein oder mithilfe eines kostenlosen Audiodownloads oder einer kostengünstigen Smartphone-App durchgeführt werden. Es ist jedoch wichtig, sich daran zu erinnern, dass es keine einzige Entspannungstechnik gibt, die für alle funktioniert. Wir sind alle verschieden. Die richtige Technik ist die, die bei Ihnen ankommt, zu Ihrem Lebensstil passt und in der Lage ist, Ihren Geist zu fokussieren, um die Entspannungsreaktion auszulösen. Dies bedeutet, dass es möglicherweise einige Versuche und Irrtümer erfordert, um die für Sie am besten geeignete (n) Technik (en) zu finden. Sobald Sie dies getan haben, können Sie durch regelmäßiges Üben Alltagsstress und -angst abbauen, Ihren Schlaf verbessern, Ihre Energie und Stimmung steigern und Ihre allgemeine Gesundheit und Ihr Wohlbefinden verbessern.
Entspannungstechnik Nr. 1: Tiefes in den Bauch Atmen (Zwerchfellatmung)
Tiefes Atmen ist eine einfache, aber wirkungsvolle Entspannungstechnik, die sich auf vollständige, reinigende Atemzüge konzentriert. Es ist leicht zu erlernen, kann fast überall geübt werden und bietet eine schnelle Möglichkeit, Ihren Stress in den Griff zu bekommen. Tiefes Atmen ist auch der Grundstein für viele andere Entspannungsübungen und kann mit anderen entspannenden Elementen wie Aromatherapie und Musik kombiniert werden. Während Apps und Audiodownloads Sie durch den Prozess führen können, brauchen Sie nur ein paar Minuten und einen Ort, an dem Sie ruhig sitzen oder sich ausstrecken können.
So übst du das tiefe Atmen
- Sitzen Sie bequem mit geradem Rücken
- Lege eine Hand auf deine Brust und die andere auf deinen Bauch
- Atme durch die Nase ein
- Die Hand auf deinem Bauch sollte sich erheben
- Die Hand auf Ihrer Brust sollte sich kaum bewegen
- Atme durch deinen Mund aus und drücke so viel Luft wie möglich aus, während du deine Bauchmuskeln zusammenziehst
- Die Hand auf deinem Bauch sollte sich beim Ausatmen nach innen bewegen, die andere Hand sollte sich jedoch nur sehr wenig bewegen
- Atmen weiter durch die Nase ein und durch den Mund aus
- Versuche genug zu inhalieren, damit sich dein Unterbauch hebt und senkt
- Zähle langsam, während du ausatmest
- Wenn du Schwierigkeiten hast, im Sitzen aus deinemBauch heraus zu atmen, versuchen dich hinzulegen
- Oder lege ein kleines Buch auf deinen Bauch und atmen so, dass das Buch beim Einatmen steigt und beim Ausatmen fällt
Warum aus und in den Bauch atmen?
Durch die Bauchatmung wird der Vagusnerv angeregt, der vom Kopf über den Hals über die Brust bis zum Dickdarm verläuft. Dies aktiviert Ihre Entspannungsreaktion, senkt Ihre Herzfrequenz und Ihren Blutdruck und senkt den Stress!
Stressbewältigung – Achtsamkeitsübung: Bauchatmung in Stresssituationen – AOK Rheinland – Youtube
Entspannungstechniken: Ein umfassender Leitfaden für mehr Ruhe und Wohlbefinden
In unserer schnelllebigen und oft stressigen Welt ist es wichtiger denn je, Wege zu finden, um zur Ruhe zu kommen und das innere Gleichgewicht wiederherzustellen. Entspannungstechniken bieten hierfür eine Vielzahl von Möglichkeiten, um sowohl körperliche als auch geistige Entspannung zu fördern. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Entspannungsverfahren, ihre Vorteile und Anwendungsbereiche, um Ihnen zu helfen, die passende Methode für Ihre Bedürfnisse zu finden.
Warum Entspannung so wichtig ist
Stress ist ein allgegenwärtiges Phänomen, das sich negativ auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirken kann. Chronischer Stress kann zu einer Reihe von Problemen führen, darunter:
Körperliche Beschwerden: Kopfschmerzen, Muskelverspannungen, Schlafstörungen, Verdauungsprobleme, Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Psychische Probleme: Angstzustände, Depressionen, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten
Erschöpfung und Burnout: Verminderte Leistungsfähigkeit, Verlust der Lebensfreude
Regelmäßige Entspannung kann helfen, diese negativen Auswirkungen zu reduzieren und die allgemeine Lebensqualität zu verbessern.
Entspannungstechnik – Verschiedene Entspannungsverfahren im Überblick
Es gibt eine Vielzahl von Entspannungstechniken, die sich in ihrer Herangehensweise und Wirkung unterscheiden. Hier sind einige der bekanntesten und effektivsten Methoden:
1. Progressive Muskelentspannung (PMR)
Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist eine Technik, bei der verschiedene Muskelgruppen gezielt angespannt und wieder entspannt werden.
Ziel ist es, ein besseres Körperbewusstsein zu entwickeln und Muskelverspannungen abzubauen.
Vorteile:
Wirksam bei Stress, Angstzuständen, Schlafstörungen und chronischen Schmerzen
Leicht zu erlernen und anzuwenden
Kann überall und jederzeit durchgeführt werden
Anwendung: Die PMR wird meist in Kursen oder mithilfe von Anleitungen erlernt. Es gibt auch viele gute Audio- und Videoanleitungen. Die Übungen können im Liegen, Sitzen oder Stehen durchgeführt werden.
Ablauf:
Die Progressive Muskelentspannung (PMR) nach Jacobson ist eine Entspannungstechnik, bei der durch gezieltes An- und Entspannen verschiedener Muskelgruppen ein Zustand tiefer Entspannung erreicht wird. Hier ist ein typischer Ablauf:
Grundprinzipien:
Anspannen:
Eine bestimmte Muskelgruppe wird für einige Sekunden (ca. 5-10 Sekunden) bewusst angespannt.
Die Anspannung sollte spürbar, aber nicht schmerzhaft sein.
Entspannen:
Die Anspannung wird abrupt gelöst, und die Muskeln werden für etwa 20-30 Sekunden entspannt.
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf das Gefühl der Entspannung.
Wiederholung:
Die Anspannung und Entspannung jeder Muskelgruppe wird in der Regel zweimal wiederholt.
Fortschreitende Entspannung:
Die Übungen werden systematisch durch verschiedene Muskelgruppen des Körpers geführt, von den Füßen bis zum Kopf.
Typischer Ablauf:
Vorbereitung:
Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind.
Legen Sie sich bequem auf den Rücken oder setzen Sie sich in einen bequemen Stuhl.
Schließen Sie die Augen und atmen Sie tief ein und aus, um zur Ruhe zu kommen.
Muskelgruppen:
Die PMR wird in der Regel mit folgenden Muskelgruppen durchgeführt:
Hände (Faust ballen)
Arme (Bizeps anspannen)
Stirn (Augenbrauen hochziehen)
Augen (Augen fest schließen)
Kiefer (Zähne zusammenbeißen)
Nacken (Kopf leicht nach vorne drücken)
Schultern (Schultern hochziehen)
Brust (Brustmuskeln anspannen)
Bauch (Bauchmuskeln anspannen)
Gesäß (Gesäßmuskeln anspannen)
Oberschenkel (Oberschenkelmuskeln anspannen)
Füße (Zehen krallen)
Durchführung:
Beginnen Sie mit den Händen und arbeiten Sie sich systematisch durch die Muskelgruppen.
Spannen Sie jede Muskelgruppe wie oben beschrieben an und entspannen Sie sie wieder.
Konzentrieren Sie sich auf den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung.
Abschluss:
Nachdem Sie alle Muskelgruppen durchgegangen sind, bleiben Sie noch einige Minuten in der Entspannung liegen oder sitzen.
Spüren Sie, wie sich Ihr Körper anfühlt.
Öffnen Sie langsam die Augen und kehren Sie in den Alltag zurück.
Wichtige Hinweise:
Üben Sie regelmäßig, um die volle Wirkung der PMR zu erzielen.
Seien Sie geduldig und geben Sie sich Zeit, die Technik zu erlernen.
Wenn Sie Schmerzen oder andere Beschwerden haben, sprechen Sie vor der Anwendung der PMR mit Ihrem Arzt.
Die Progressive Muskelentspannung ist eine sehr wirksame Methode, um Stress abzubauen und die Entspannung zu fördern.
2. Entspannungstechnik – Autogenes Training (AT)
Das autogene Training ist eine Form der Selbsthypnose, bei der durch autosuggestive Formeln ein Zustand tiefer Entspannung erreicht wird.
Ziel ist es, Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung und Durchblutung positiv zu beeinflussen.
Vorteile:
Wirksam bei Stress, Angstzuständen, Schlafstörungen, Bluthochdruck und psychosomatischen Beschwerden
Fördert die Konzentration und das Selbstbewusstsein
Kann zur Schmerzlinderung beitragen
Anwendung: Das AT wird in der Regel in Kursen oder mit professioneller Hilfe erlernt. Es ist wichtig, die Übungen regelmäßig zu praktizieren, um die volle Wirkung zu erzielen.
Das Autogene Training (AT) ist eine Form der Selbsthypnose, die darauf abzielt, durch Autosuggestion einen Zustand tiefer Entspannung zu erreichen. Es wird in zwei Stufen unterteilt: die Grundstufe und die Oberstufe. Hier ist ein Überblick über den Ablauf der Grundstufe, die am häufigsten angewendet wird:
Ablauf und Grundprinzipien:
Konzentration:
Die Aufmerksamkeit wird passiv auf bestimmte Körperempfindungen gerichtet.
Autosuggestion:
Durch die Wiederholung bestimmter Formeln werden körperliche Reaktionen hervorgerufen.
Übung:
Regelmäßige Übung ist entscheidend, um die Technik zu beherrschen.
Ablauf der Grundstufe:
Die Grundstufe des AT besteht aus sechs Übungen, die nacheinander erlernt werden:
Schwereübung:
Ziel: Muskelentspannung
Formel: „Mein rechter Arm ist ganz schwer.“ (oder linker Arm, beide Arme, beide Beine)
Wirkung: Schweregefühl in den Gliedmaßen, Muskelentspannung.
Wärmeübung:
Ziel: Durchblutungsförderung
Formel: „Mein rechter Arm ist ganz warm.“
Wirkung: Wärmegefühl in den Gliedmaßen, verbesserte Durchblutung.
Herzübung:
Ziel: Herzberuhigung
Formel: „Mein Herz schlägt ruhig und gleichmäßig.“
Wirkung: Beruhigung des Herzschlags.
Atemübung:
Ziel: Atemberuhigung
Formel: „Meine Atmung ist ruhig und gleichmäßig.“
Wirkung: Beruhigung der Atmung.
Sonnengeflechtübung:
Ziel: Entspannung der Bauchorgane
Formel: „Mein Sonnengeflecht ist strömend warm.“
Wirkung: Wärmegefühl im Bauchraum, Entspannung der Bauchorgane.
Kopf-Kühle-Übung:
Ziel: Klärung des Kopfes
Formel: „Meine Stirn ist angenehm kühl.“
Wirkung: Kühlegefühl auf der Stirn, Klärung des Kopfes.
Durchführung:
Die Übungen werden in einer bequemen Haltung durchgeführt, z. B. im Liegen, Sitzen oder im sogenannten „Droschkenkutscherhaltung“.
Die Formeln werden innerlich wiederholt, während die Aufmerksamkeit auf die entsprechenden Körperempfindungen gerichtet wird.
Jede Übung wird mehrmals wiederholt, bevor zur nächsten übergegangen wird.
„Ich bin ganz ruhig“ wird als übergeordnete Formel genutzt, und vor und nach jeder Übungsformel wiederholt.
Wichtige Hinweise:
Das AT sollte in einer ruhigen Umgebung durchgeführt werden.
Regelmäßige Übung ist wichtig, um die Technik zu beherrschen.
Bei bestehenden gesundheitlichen Problemen sollte vor der Anwendung des AT ein Arzt konsultiert werden.
Das AT wird meistens in Kursen von Fachpersonal gelehrt.
Das Autogene Training ist eine sehr wirksame Methode, um Stress abzubauen, die Entspannung zu fördern und die Selbstregulation zu verbessern.
3. Entspannungstechnik – Meditation
Meditation ist eine jahrtausendealte Praxis, bei der die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt gerichtet wird, um den Geist zu beruhigen und innere Ruhe zu finden.
Es gibt verschiedene Meditationsformen, wie z. B. Achtsamkeitsmeditation, Atemmeditation und transzendentale Meditation.
Vorteile:
Reduziert Stress, Angstzustände und Depressionen
Verbessert die Konzentration, das Gedächtnis und die emotionale Regulation
Fördert das Gefühl von innerem Frieden und Wohlbefinden
Anwendung: Meditation kann im Sitzen, Liegen oder Gehen praktiziert werden. Es gibt viele geführte Meditationen, die den Einstieg erleichtern.
Meditation ist eine uralte Praxis, die darauf abzielt, den Geist zu beruhigen und innere Ruhe zu finden. Sie kann auf verschiedene Arten praktiziert werden, aber das Grundprinzip bleibt dasselbe: die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt zu richten und den Geist von ablenkenden Gedanken zu befreien.
Vorteile der Meditation:
Stressreduktion:
Meditation hilft, das Stresshormon Cortisol zu senken und das Nervensystem zu beruhigen.
Verbesserte Konzentration:
Regelmäßige Meditation kann die Fähigkeit verbessern, sich zu konzentrieren und die Aufmerksamkeit zu fokussieren.
Emotionale Ausgeglichenheit:
Meditation kann helfen, negative Emotionen wie Angst und Depressionen zu reduzieren und positive Emotionen wie Freude und Mitgefühl zu fördern.
Erhöhtes Selbstbewusstsein:
Durch Meditation können Sie sich Ihrer Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen bewusster werden.
Verbesserter Schlaf:
Meditation kann helfen, den Geist zu beruhigen und Schlafstörungen zu reduzieren.
Körperliche Gesundheit:
Studien haben gezeigt, dass Meditation positive Auswirkungen auf den Blutdruck, das Immunsystem und die Schmerzwahrnehmung haben kann.
Ablauf einer grundlegenden Meditation:
Vorbereitung:
Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind.
Setzen oder legen Sie sich bequem hin.
Schließen Sie die Augen oder senken Sie den Blick.
Fokus:
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Spüren Sie, wie der Atem ein- und ausströmt.
Alternativ können Sie sich auf ein Mantra, ein Bild oder ein Körpergefühl konzentrieren.
Umgang mit Gedanken:
Wenn Gedanken auftauchen, lassen Sie sie einfach vorbeiziehen, ohne sie zu bewerten.
Bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit sanft zurück zum Fokus.
Dauer:
Beginnen Sie mit kurzen Meditationen von 5-10 Minuten und steigern Sie die Dauer allmählich.
Auch kurze Meditationen können positive Effekte haben.
Abschluss:
Nehmen Sie sich am Ende der Meditation einen Moment Zeit, um die Stille zu genießen.
Öffnen Sie langsam die Augen und kehren Sie in den Alltag zurück.
Zusätzliche Hinweise:
Es gibt viele verschiedene Arten von Meditation. Probieren Sie verschiedene Techniken aus, um diejenige zu finden, die am besten zu Ihnen passt.
Regelmäßigkeit ist wichtig. Versuchen Sie, täglich zu meditieren, auch wenn es nur für kurze Zeit ist.
Seien Sie geduldig. Meditation erfordert Übung.
Meditation ist ein wertvolles Werkzeug, um Stress abzubauen, die innere Ruhe zu fördern und die Lebensqualität zu verbessern.
4. Entspannungstechnik Yoga
Yoga ist ein ganzheitliches System, das körperliche Übungen (Asanas), Atemtechniken (Pranayama) und Meditation kombiniert.
Ziel ist es, Körper, Geist und Seele in Einklang zu bringen.
Vorteile:
Verbessert die Flexibilität, Kraft und Ausdauer
Reduziert Stress und Angstzustände
Fördert die Entspannung und das Körperbewusstsein
Anwendung: Yoga kann in Kursen oder mithilfe von Videos und Büchern erlernt werden. Es gibt verschiedene Yoga-Stile, die sich in Intensität und Schwerpunkt unterscheiden.
Yoga ist eine ganzheitliche Praxis, die Körper, Geist und Seele in Einklang bringt. Die Vorteile von Yoga sind vielfältig und wirken sich sowohl auf die körperliche als auch auf die geistige Gesundheit aus.
Vorteile von Yoga:
Körperliche Vorteile:
Verbesserte Flexibilität und Beweglichkeit
Stärkung der Muskulatur
Verbesserte Körperhaltung
Erhöhte Ausdauer
Verbesserte Balance und Koordination
Anregung des Herz-Kreislauf-Systems
Linderung von Rückenschmerzen und anderen körperlichen Beschwerden
Geistige Vorteile:
Stressreduktion und Entspannung
Abbau von Angstzuständen und Depressionen
Verbesserte Konzentration und Achtsamkeit
Förderung des inneren Friedens und der Gelassenheit
Verbesserung des Schlafes
Erhöhtes Selbstbewusstsein
Verschiedene Yoga-Stile:
Es gibt eine Vielzahl von Yoga-Stilen, die sich in ihrer Intensität, ihrem Fokus und ihrer Herangehensweise unterscheiden. Hier sind einige der bekanntesten Stile:
Hatha Yoga:
Ein sanfter und langsamer Stil, der sich auf grundlegende Körperhaltungen (Asanas) und Atemübungen (Pranayama) konzentriert.
Ideal für Anfänger und Menschen, die einen ruhigen und entspannenden Stil suchen.
Vinyasa Yoga:
Ein dynamischer und fließender Stil, bei dem die Körperhaltungen durch den Atem miteinander verbunden werden.
Fördert Kraft, Ausdauer und Flexibilität.
Ashtanga Yoga:
Ein kraftvoller und anspruchsvoller Stil, der aus einer festen Abfolge von Körperhaltungen besteht.
Fördert Kraft, Ausdauer und Disziplin.
Iyengar Yoga:
Ein präziser und detailorientierter Stil, der Hilfsmittel wie Blöcke, Gurte und Decken verwendet.
Fördert die korrekte Ausrichtung des Körpers.
Kundalini Yoga:
Ein spiritueller Stil, der Körperhaltungen, Atemübungen, Mantras und Meditation kombiniert.
Fördert die Aktivierung der Kundalini-Energie.
Yin Yoga:
Ein ruhiger und passiver Stil, bei dem die Körperhaltungen lange gehalten werden.
Fördert die Flexibilität des Bindegewebes und die Entspannung.
Bikram Yoga:
Ein intensiver Stil, der in einem beheizten Raum (ca. 40 Grad Celsius) praktiziert wird.
Besteht aus einer festen Abfolge von 26 Körperhaltungen und 2 Atemübungen.
Die Wahl des richtigen Yoga-Stils hängt von den individuellen Bedürfnissen, Vorlieben und Zielen ab. Es ist ratsam, verschiedene Stile auszuprobieren, um denjenigen zu finden, der am besten passt.
5. Entspannungstechnik – Atemtechniken
Atemtechniken sind einfache und wirkungsvolle Methoden, um Stress abzubauen und die Entspannung zu fördern.
Durch bewusstes Atmen kann das Nervensystem beruhigt und die Sauerstoffversorgung des Körpers verbessert werden.
Vorteile:
Sofortige Wirkung bei Stress und Angstzuständen
Leicht zu erlernen und anzuwenden
Kann überall und jederzeit durchgeführt werden
Anwendung: Es gibt verschiedene Atemtechniken, wie z. B. die Bauchatmung, die Wechselatmung und die 4-7-8-Atmung.
Atemtechniken sind kraftvolle Werkzeuge, um Körper und Geist zu beruhigen, Stress abzubauen und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Sie sind leicht zu erlernen und können überall und jederzeit angewendet werden.
Vorteile von Atemtechniken:
Stressreduktion:
Tiefe und bewusste Atmung aktiviert das parasympathische Nervensystem, das für Entspannung und Erholung zuständig ist.
Sie senken den Cortisolspiegel (Stresshormon).
Angstlinderung:
Atemtechniken können helfen, Panikattacken und Angstzustände zu reduzieren, indem sie den Geist beruhigen und die Aufmerksamkeit auf den gegenwärtigen Moment lenken.
Verbesserte Konzentration:
Bewusstes Atmen fördert die Achtsamkeit und verbessert die Fähigkeit, sich zu konzentrieren.
Besserer Schlaf:
Atemübungen vor dem Schlafengehen können helfen, den Geist zu beruhigen und Schlafstörungen zu reduzieren.
Körperliche Vorteile:
Verbesserte Sauerstoffversorgung des Körpers.
Senkung des Blutdrucks.
Linderung von Muskelverspannungen.
Verbesserung der Lungenfunktion.
Ablauf einiger gängiger Atemtechniken:
Bauchatmung (Zwerchfellatmung):
Legen Sie eine Hand auf Ihren Bauch und die andere auf Ihre Brust.
Atmen Sie tief durch die Nase ein, sodass sich Ihr Bauch hebt,1 während Ihre Brust sich kaum bewegt.
1.Atmen Sie langsam durch den Mund oder die Nase aus, sodass sich Ihr Bauch senkt.
Wiederholen Sie dies mehrere Male.
4-7-8-Atmung:
Atmen Sie 4 Sekunden lang durch die Nase ein.
Halten Sie den Atem 7 Sekunden lang an.
Atmen Sie 8 Sekunden lang durch den Mund aus.
Wiederholen Sie dies mehrere Male.
Diese Atemübung ist gut geeignet um schneller einzuschlafen.
Wechselatmung (Nadi Shodhana):
Schließen Sie das rechte Nasenloch mit dem Daumen.
Atmen Sie durch das linke Nasenloch ein.
Schließen Sie das linke Nasenloch mit dem Ringfinger und öffnen Sie das rechte Nasenloch.
Atmen Sie durch das rechte Nasenloch aus.
Atmen Sie durch das rechte Nasenloch ein.
Schließen Sie das rechte Nasenloch und öffnen Sie das linke Nasenloch.
Atmen Sie durch das linke Nasenloch aus.
Wiederholen Sie dies mehrere Male.
Diese Atemübung soll die beiden Gehirnhälften ausgleichen.
Wichtige Hinweise:
Üben Sie Atemtechniken regelmäßig, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Finden Sie einen ruhigen und bequemen Ort zum Üben.
Seien Sie geduldig und geben Sie sich Zeit, die Techniken zu erlernen.
Wenn sie unter Atemwegserkrankungen leiden, halten sie Rücksprache mit ihrem Arzt.
Atemtechniken sind ein einfacher und effektiver Weg, um Stress abzubauen und das Wohlbefinden zu fördern.
6. Entspannungstechnik – Achtsamkeit (Mindfulness)
Achtsamkeit bedeutet, die Aufmerksamkeit bewusst auf den gegenwärtigen Moment zu richten, ohne zu urteilen.
Es geht darum, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, ohne sich von ihnen mitreißen zu lassen.
Vorteile:
Reduziert Stress, Angstzustände und Depressionen
Verbessert die Konzentration, das Gedächtnis und die emotionale Regulation
Fördert das Gefühl von innerem Frieden und Wohlbefinden
Anwendung: Achtsamkeit kann im Alltag durch einfache Übungen wie bewusstes Atmen, Körperwahrnehmung und achtsames Essen praktiziert werden.
Achtsamkeit ist eine Geisteshaltung, bei der die Aufmerksamkeit bewusst und ohne Wertung auf den gegenwärtigen Moment gerichtet wird. Es geht darum, Gedanken, Gefühle und Körperempfindungen wahrzunehmen, ohne sich von ihnen mitreißen zu lassen.
Vorteile der Achtsamkeit:
Stressreduktion:
Achtsamkeit hilft, den Umgang mit Stress zu verbessern, indem sie die Fähigkeit stärkt, stressige Situationen bewusst wahrzunehmen und darauf zu reagieren, anstatt automatisch zu reagieren.
Verbesserte emotionale Regulation:
Achtsamkeit fördert die Fähigkeit, Emotionen wahrzunehmen, ohne von ihnen überwältigt zu werden. Dies kann helfen, emotionale Reaktivität zu reduzieren und emotionale
Stabilität zu fördern.
Erhöhte Konzentration und Aufmerksamkeit:
Achtsamkeitstraining kann die Fähigkeit verbessern, die Aufmerksamkeit zu fokussieren und Ablenkungen zu reduzieren.
Verbessertes Wohlbefinden:
Achtsamkeit kann zu einem gesteigerten Gefühl von innerem Frieden, Gelassenheit und Zufriedenheit führen.
Reduzierung von Angstzuständen und Depressionen:
Studien haben gezeigt, dass Achtsamkeitstraining helfen kann, Symptome von Angstzuständen und Depressionen zu reduzieren.
Verbesserte zwischenmenschliche Beziehungen:
Achtsamkeit kann die Fähigkeit verbessern, empathisch und mitfühlend mit anderen umzugehen.
Ablauf einer Achtsamkeitsübung:
Es gibt viele verschiedene Achtsamkeitsübungen, aber hier ist ein grundlegender Ablauf:
Vorbereitung:
Suchen Sie sich einen ruhigen Ort, an dem Sie ungestört sind.
Setzen oder legen Sie sich bequem hin.
Schließen Sie die Augen oder senken Sie den Blick.
Fokus:
Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf Ihren Atem. Spüren Sie, wie der Atem ein- und ausströmt.
Alternativ können Sie sich auf Körperempfindungen, Geräusche oder andere Sinneswahrnehmungen konzentrieren.
Umgang mit Gedanken:
Wenn Gedanken auftauchen, nehmen Sie sie einfach wahr, ohne sie zu bewerten oder sich von ihnen mitreißen zu lassen.
Lassen Sie die Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen.
Bringen Sie Ihre Aufmerksamkeit sanft zurück zum Fokus.
Dauer:
Beginnen Sie mit kurzen Übungen von 5-10 Minuten und steigern Sie die Dauer allmählich.
Auch kurze Achtsamkeitsmomente im Alltag können wirksam sein.
Abschluss:
Nehmen Sie sich am Ende der Übung einen Moment Zeit, um die Stille zu genießen.
Öffnen Sie langsam die Augen und kehren Sie in den Alltag zurück.
Achtsamkeit im Alltag:
Achtsames Essen: Nehmen Sie sich Zeit, um Ihre Mahlzeiten bewusst zu genießen, und achten Sie auf die Aromen, Texturen und Gerüche.
Achtsames Gehen: Achten Sie auf die Empfindungen in Ihren Füßen, während Sie gehen, und nehmen Sie Ihre Umgebung bewusst wahr.
Achtsames Zuhören: Hören Sie aufmerksam zu, ohne zu unterbrechen oder zu urteilen.
Achtsames Zähneputzen: Konzentrieren sie sich vollkommen auf die Bewegungen, auf die Geräusche und auf die Empfindungen die sie während des Zähneputzens haben.
Achtsamkeit ist eine Fähigkeit, die durch regelmäßige Übung entwickelt werden kann.
Akupressur-Matte
Akupressurmatten sind mit kleinen, spitzen Noppen versehen, die Druck auf bestimmte Punkte des Körpers ausüben. Diese Druckpunkte entsprechen den Akupunkturpunkten der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Die Anwendung einer Akupressurmatte kann eine Reihe von Vorteilen für die körperliche und geistige Gesundheit bieten.
Vorteile einer Akupressurmatte:
Linderung von Verspannungen:
Die Noppen der Matte stimulieren die Muskeln und können Verspannungen im Rücken, Nacken und anderen Körperbereichen lösen.
Förderung der Durchblutung:
Der Druck der Noppen kann die Durchblutung anregen, was zur Versorgung der Muskeln mit Sauerstoff und Nährstoffen beiträgt.
Schmerzlinderung:
Die Stimulation der Akupunkturpunkte kann zur Freisetzung von Endorphinen führen, die schmerzlindernd wirken können.
Stressabbau und Entspannung:
Die Anwendung einer Akupressurmatte kann eine beruhigende Wirkung haben und zur Entspannung von Körper und Geist beitragen.
Verbesserung des Schlafes:
Durch die Entspannung und den Stressabbau kann die Akupressurmatte zu einem besseren Schlaf beitragen.
Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens:
Die regelmäßige Anwendung einer Akupressurmatte kann das allgemeine Wohlbefinden steigern und zu einem positiven Körpergefühl beitragen.
Anwendung:
Die Akupressurmatte kann auf dem Boden, im Bett oder auf einem Stuhl verwendet werden.
Anfänger sollten die Matte zunächst mit einem dünnen Tuch bedecken, um den Druck zu reduzieren.
Die Anwendungsdauer kann je nach Bedarf variieren, in der Regel werden 10 bis 30 Minuten empfohlen.
Es ist wichtig, auf den Körper zu hören und die Anwendung bei Unwohlsein abzubrechen.
Wichtige Hinweise:
Schwangere, Menschen mit Hauterkrankungen oder Blutgerinnungsstörungen sollten vor der Anwendung einer Akupressurmatte ihren Arzt konsultieren.
Nicht benutzen bei akuten Entzündungen.
Bei Herz-Kreislauf Beschwerden, bitte vor der Anwendung mit dem Arzt reden.
Bei der Benutzung der Matte können anfangs unangenehme Druckgefühle entstehen.
Akupressurmatten bieten eine einfache und effektive Möglichkeit, Verspannungen zu lösen, Schmerzen zu lindern und das Wohlbefinden zu steigern.
7. Entspannungstechnik – Naturerlebnisse
Aufenthalte in der Natur, wie Spaziergänge im Wald, Wanderungen oder Aufenthalte am Wasser, können eine tiefgreifende Wirkung auf die Entspannung haben.
Die Natur bietet eine natürliche Umgebung, die Stress reduziert und das Wohlbefinden steigert.
Vorteile:
Reduziert Stresshormone
Fördert die Entspannung und das Wohlbefinden
Verbessert die Stimmung und die Konzentration
Anwendung: Regelmäßige Aufenthalte in der Natur, auch kurze Spaziergänge, können einen positiven Effekt haben.
Die Wahl der richtigen Entspannungstechnik
Die Wahl der geeigneten Entspannungstechnik hängt von den individuellen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Es ist wichtig, verschiedene Methoden auszuprobieren, um herauszufinden, welche am besten funktioniert.
Tipps für die Anwendung von Entspannungstechniken
Regelmäßigkeit ist entscheidend: Nehmen Sie sich regelmäßig Zeit für Entspannungsübungen, auch wenn es nur wenige Minuten sind.
Schaffen Sie eine ruhige Umgebung: Sorgen Sie für einen ungestörten Ort, an dem Sie sich entspannen können.
Seien Sie geduldig: Entspannung ist ein Lernprozess, der Zeit und Übung erfordert.
Integrieren Sie Entspannung in den Alltag: Nutzen Sie kurze Pausen, um Atemübungen oder Achtsamkeitsübungen durchzuführen.
Fazit
Entspannungstechniken sind wertvolle Werkzeuge, um Stress abzubauen, das Wohlbefinden zu steigern und die Lebensqualität zu verbessern. Durch regelmäßige Anwendung können Sie ein tieferes Gefühl von Ruhe und Gelassenheit entwickeln.
Gibt es DIE EINE Entspannungstechnik?
Es gibt keine „beste“ Entspannungstechnik, die für jeden gleichermaßen geeignet ist. Die Wahl der richtigen Methode hängt von Ihren individuellen Bedürfnissen, Vorlieben und Zielen ab. Einige Menschen finden tiefe Entspannung in der Meditation, während andere von der progressiven Muskelentspannung oder Yoga profitieren.
Hier sind einige Faktoren, die Ihnen bei der Entscheidung helfen können:
Ihre Persönlichkeit:
Sind Sie eher aktiv oder passiv?
Bevorzugen Sie strukturierte Übungen oder freie Formen der Entspannung?
Sind Sie eher körperlich oder geistig orientiert?
Ihre Bedürfnisse:
Möchten Sie Stress abbauen, Schlafstörungen bekämpfen, Schmerzen lindern oder Ihre Konzentration verbessern?
Wie viel Zeit können Sie für Entspannungsübungen aufbringen?
Wo möchten Sie die Übungen durchführen (zu Hause, im Büro, unterwegs)?
Einige Empfehlungen:
Entspannungstechnik für Anfänger:
Atemtechniken:Einfach zu erlernen und überall anwendbar.
Progressive Muskelentspannung: Systematische Entspannung des Körpers.
Achtsamkeitsübungen: Förderung der Wahrnehmung des gegenwärtigen Moments.
Für Menschen mit Stress und Angstzuständen:
Meditation: Beruhigung des Geistes und Förderung der inneren Ruhe.
Yoga: Kombination von Körperübungen, Atemtechniken und Meditation.
Autogenes Training: Selbsthypnose zur Entspannung von Körper und Geist.
Für Menschen mit körperlichen Beschwerden:
Yoga: Linderung von Verspannungen und Schmerzen.
Akupressurmatte: Stimulation von Akupunkturpunkten zur Schmerzlinderung.
Entspannungstechnik – Wichtiger Hinweis:
Probieren Sie verschiedene Techniken aus, um herauszufinden, welche am besten zu Ihnen passt.
Seien Sie geduldig und geben Sie sich Zeit, die Techniken zu erlernen.
Regelmäßige Übung ist entscheidend für den Erfolg.
Sollten sie unter Psychischen oder Körperlichen Problemen leiden, halten sie Rücksprache mit einem Arzt oder Therapeuten.
Letztendlich ist die beste Entspannungstechnik diejenige, die Ihnen hilft, sich wohlzufühlen und Ihre Ziele zu erreichen.
von Coaching-Koblenz | Dez. 6, 2019 | Allgemein
Was ist Angst – Ängste und Panikattacken überwinden?
Angst ist eine der grundlegendsten menschlichen Emotionen. Es ist in das Nervensystem einprogrammiert und wirkt wie ein Instinkt. Ab dem Zeitpunkt, an dem wir Säuglinge sind, sind wir mit den notwendigen Überlebensinstinkten ausgestattet, um auf Angst zu reagieren, wenn wir eine Gefahr spüren oder uns unsicher fühlen.
Angst schützt uns. Es macht uns auf die Gefahr aufmerksam und bereitet uns darauf vor, damit umzugehen. Angst zu haben ist in manchen Situationen sehr natürlich – und hilfreich. Angst kann wie eine Warnung sein, ein Signal, das uns warnt, vorsichtig zu sein.
Wie alle Emotionen kann die Angst je nach Situation und Person mäßig, mittel oder stark und intensiv sein. Ein Gefühl der Angst kann kurz sein oder länger anhalten.
Wie Angst funktioniert
Wenn wir Gefahr spüren, reagiert das Gehirn sofort und sendet Signale, die das Nervensystem aktivieren. Dies führt zu körperlichen Reaktionen wie einem schnelleren Herzschlag, einer schnellen Atmung und einem Anstieg des Blutdrucks. Blut pumpt zu Muskelgruppen, um den Körper auf körperliche Aktivitäten (wie Laufen oder Kämpfen) vorzubereiten. Die Haut schwitzt, um den Körper kühl zu halten. Manche Menschen bemerken möglicherweise Empfindungen im Magen, im Kopf, in der Brust/Herzen, in den Beinen oder in den Händen. Diese körperlichen Angstgefühle können mäßig oder stark sein.
Diese Reaktion wird als „Kampf oder Flucht“ bezeichnet, da sich der Körper genau darauf vorbereitet: Die Gefahr abwehren oder schnell davonlaufen, um zu entkommen. Der Körper bleibt in diesem Zustand des Kampfmodus, bis das Gehirn eine „Entwarnung“ erhält und die Reaktion abschaltet.
Manchmal wird Angst durch etwas Unerwartetes (wie ein lautes Geräusch) ausgelöst, auch wenn es nicht wirklich gefährlich ist. Das liegt daran, dass die Angstreaktion sofort aktiviert wird – einige Sekunden schneller, als der denkende Teil des Gehirns verarbeiten oder auswerten kann, was passiert. Sobald das Gehirn genügend Informationen erhält, um zu erkennen, dass keine Gefahr besteht („Oh, es platzt nur ein Ballon – Glück gehabt!“), Schaltet es die Angstreaktion aus. All dies kann in Sekunden geschehen.

Ängste und Panikattacken überwinden und emotionale Reaktion
Angst ist das Wort, mit dem wir unsere emotionale Reaktion auf etwas beschreiben, das gefährlich erscheint. Aber das Wort „Angst“ wird auch auf andere Weise gebraucht: um etwas zu nennen, vor dem sich ein Mensch oft fürchtet.
Menschen fürchten sich vor Dingen oder Situationen, die sie unsicher machen. Zum Beispiel könnte jemand, der kein starker Schwimmer ist, Angst vor tiefem Wasser haben. In diesem Fall ist die Angst hilfreich, weil sie die Person davor warnt, in Sicherheit zu bleiben. Jemand könnte diese Angst überwinden, indem er lernt, wie man sicher schwimmt.
Eine Angst kann gesund sein, wenn sie eine Person davor warnt, in der Nähe von etwas Gefährlichem in Sicherheit zu sein. Aber manchmal ist eine Angst unnötig und verursacht mehr Vorsicht, als es die Situation erfordert.
Häufig vorkommende Ängste und Phobien
Phobien sind Ängste vor etwas, sei es vor Situationen, Räumen, Menschen, Tieren, Gegenständen. Psychoanalytiker sehen hierin unter anderem eine unbewusste Verlagerung von tiefsitzenden Ängsten auf eigentlich harmlose Objekte oder Begegnungen. Die ursprünglichen Angstauslöser kann sich der Betroffene aus unterschiedlichen Gründen nicht eingestehen, er ist sich ihrer auch gar nicht bewusst.
Spezifische Ängste und Phobien
- Panische Angst vor objektiv ungefährlichen Situationen, Ereignissen, Gegenständen, Tieren usw. Häufig vorkommende Phobien sind zum Beispiel Angst vor Spinnen, Schlangen, Hunde, Gewitter, Fliegen, Aufzüge, Höhe und viel andere mehr.
Panikattacken
- Eine Panikattacke ist eine episodische auftretende, meist überwältigend empfundene Angstreaktion, die sich auf keine äußere Gefahr zurückführen lässt. Sie kommt wie „aus heiterem Himmel“ und ist begleitet von körperlichen Symptomen, wie Zittern, Schweißausbrüche, Herzrasen, Schwindel, Schwächegefühl, und Atemnot.
Generalisierte Angststörung
- Die Hauptmerkmale der generalisierten Angststörung sind übergroße Befürchtungen und Sorgen. Die Betroffenen leiden weiterhin an körperlichen Angstsymptomen sowie unter Ruhelosigkeit, Reizbarkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Muskelverspannungen, Schlafstörungen und leichter Ermüdbarkeit. Die Betroffenen neigen zu sorgen, dass z.B. ein Verwandter ernsthaft krank werden oder einen Unfall haben könnte.
Die generalisierte Angststörung ist charakterisiert durch ein anhaltend erhöhtes Angstniveau ohne beherrschende Paniksymptome sowie ohne klare phobische Ausrichtung der Angst. Die Betroffenen leiden unter einer anhaltenden Ängstlichkeit, sie grübeln über alltägliche Angelegenheiten und machen sich ständig Sorgen über Ihre Gesundheit und die, ihrer Angehörigen. Ihr Denken und Fühlen sind geprägt von Negativität. Es kann auch eine Angst bestehen, verrückt zu werden oder zu sterben. Es treten körperliche Symptome auf, wie Schlafstörungen, Nervosität, Konzentrationsschwierigkeiten und Neigung zum Erschrecken und Zittern. Die generalisierte Angststörung führt zur starken Minderung der Lebensqualität.

Soziale Phobie
- Diese Erkrankung wird durch eine deutliche andauernde und übertriebene Angst gekennzeichnet, durch andere Leute negativ in sozialen Situationen beurteilt zu werden. Sie ist mit körperlichen und kognitiven Symptomen verbunden. Die Situationen werden vermieden oder unter intensiver Angst und Unwohlsein ertragen. Typisch für solche Situationen sind Sprechen in der Öffentlichkeit, Sprechen mit Unbekannten oder die Furcht, der kritischen Beurteilung durch andere Menschen ausgesetzt zu sein.
Die Betroffenen vermeiden die Öffentlichkeit. Sie fühlen sich beobachtet und negativ bewertet. Sie haben Angst zu versagen oder zurückgewiesen zu werden. Auch die Angst, eine Rede zu halten fällt unter diese Kategorie. Diese Angst kann zu sozialer Isolation und zur Vereinsamung führen, wenn sie nicht behandelt wird.
Agoraphobie
- Bei der Agoraphobie kommt es zum Vermeidungsverhalten gegenüber Situationen, in denen das Auftreten von Angstanfällen befürchtet wird. Zentrales Thema ist die Angst, in eine hilflose Situation geraten zu können und der Kontrollverlust. Es kommt zu einer gehäuften Assoziation mit Panikanfällen und in vielen Fällen auch zur Angst vor weiteren Angstanfällen (Phobophobie). Die Erkrankung neigt zur Generalisierung mit allen sekundären psychosozialen und psychiatrischen Konsequenzen.
Die Betroffenen haben vor allem Angst, sich an Orten zu befinden, wo sie nicht schnell genug fliehen können, bzw. wo nicht schnell genug Hilfe da ist, wenn sie in Gefahr geraten. Oft vermeiden sie überfüllte Plätze und Reisen mit Bus, Bahn, Auto oder Flugzeug. Manchmal reicht die Begleitung eines vertrauten Menschen, um die Angst zu überwinden. In schweren Fällen sind die Betroffenen nicht mehr in der Lage, allein aus dem Haus zu gehen.
Posttraumatische Belastungsstörung (PTSD)
- Im Zentrum einer posttraumatischen Belastungsstörung steht ein erlebtes Trauma, das lebensbedrohlich war und subjektiv Gefühle von Furcht, Horror oder Hilflosigkeit vermittelte. Diese Traumata führen zu atypischen, nicht normativen Stressreaktionen. Betroffene erleben das Trauma wieder oder erinnern sich daran, vermeiden äußere und innere Trauma bezogene Stimuli, leiden unter autonomem Hyperarousal (Übererregbarkeit des autonomen Nervensystems) und assoziierten Defiziten.
Ängste in der Kindheit
- Bestimmte Ängste sind in der Kindheit normal. Das liegt daran, dass Angst eine natürliche Reaktion auf das Gefühl von Unsicherheit und Verletzlichkeit sein kann – und vieles, was Kinder erleben, ist neu und ungewohnt. Junge Kinder haben oft Angst vor der Dunkelheit, allein zu sein, Fremde und „Monster“ oder andere gruselige imaginäre Kreaturen. Kinder im schulpflichtigen Alter haben möglicherweise Angst, wenn es stürmt oder wenn sie zum ersten Mal woanders übernachten. Während sie wachsen und lernen, können die meisten Kinder mit der Unterstützung von Erwachsenen diese Ängste langsam überwinden und ihnen entwachsen.Einige Kinder reagieren empfindlicher auf Ängste und haben es möglicherweise schwer, sie zu überwinden. Wenn Ängste jenseits des erwarteten Alters anhalten, kann dies ein Zeichen dafür sein, dass jemand übermäßig ängstlich und besorgt ist.
Pavor nocturnus / Der Nachtschreck
Wenn das Kind aus dem Schlaf aufschreckt, laut schreit, um sich schlägt und auf Ansprache kaum reagiert, dann spricht man vom Nachtschreck – Pavor nocturnus.
„Pavor nocturnus“-Anfälle sind vor allem bei Kindern im Vorschul- und Grundschulalter ein häufiges Phänomen. Der Nachtschreck tritt auf, weil das kindliche Gehirn den Übergang vom Tief- in den Traumschlaf noch nicht richtig gelernt hat. Während der Körper beim Nachtschreck schon wach ist, ist es das Bewusstsein des Kindes noch nicht. Der Nachtschreck ist in den meisten Fällen völlig unbedenklich und Kinder können sich im Gegensatz zum Alptraum am Morgen danach an nichts erinnern.

Phobien
Eine Phobie ist eine intensive Angstreaktion auf eine bestimmte Sache oder Situation. Bei einer Phobie steht die Angst in keinem Verhältnis zur potenziellen Gefahr. Aber für die Person mit der Phobie fühlt sich die Gefahr real an, weil die Angst so stark ist.
Durch Phobien machen sich die Menschen Sorgen, fürchten sich, fühlen sich verärgert und meiden die Dinge oder Situationen, die sie fürchten, weil die körperlichen Gefühle der Angst so intensiv sein können. Eine Phobie kann normale Aktivitäten stark beeinträchtigen. Eine Person mit einer Phobie von Hunden könnte Angst haben, zur Schule zu gehen, falls er oder sie einen Hund auf dem Weg sieht. Jemand mit einer Aufzugsphobie könnte das Einsteigen und Mitfahren im Aufzug vermeiden.
Es kann anstrengend und verstörend sein, die intensive Angst zu spüren, die mit einer Phobie einhergeht. Es kann enttäuschend sein, Chancen zu verpassen, weil Angst Sie zurückhält. Und es kann verwirrend und peinlich sein, Angst vor Dingen zu haben, mit denen andere scheinbar kein Problem haben.
Was verursacht Phobien?
Einige Phobien entwickeln sich, wenn jemand eine beängstigende Erfahrung mit einer bestimmten Sache oder Situation hat. Eine winzige Gehirnstruktur namens Amygdala zeichnet Erlebnisse auf, die starke Emotionen auslösen. Sobald eine bestimmte Sache oder Situation eine starke Angstreaktion auslöst, warnt die Amygdala die Person, indem sie jedes Mal eine Angstreaktion auslöst, wenn sie auf diese Sache oder Situation stößt (oder darüber nachdenkt).
Eine Phobie ist kein Zeichen von Schwäche oder Unreife. Es ist eine Reaktion, die das Gehirn gelernt hat, um die Person zu schützen. Es ist, als ob das Alarmsystem des Gehirns einen Fehlalarm auslöst und intensive Angst erzeugt, die in keinem Verhältnis zur Situation steht. Weil das Angstsignal so intensiv ist, ist die Person überzeugt, dass die Gefahr größer ist als sie tatsächlich ist.
Angst ist eine wichtige Reaktion auf physische und emotionale Gefahren, die stark in der menschlichen Evolution verwurzelt sind. Wenn die Menschen keine Angst verspürten, konnten sie sich nicht vor legitimen Bedrohungen schützen, die in der Welt der Vorfahren häufig zu lebensbedrohlichen Konsequenzen führten.
Hilfe bei Ängsten und Phobien in Koblenz
Seit über drei Jahrzehnten etablieren sich immer mehr Techniken, die als bifokal-multisensorische Interventionstechniken (BMSI) beschrieben werden. Dies sind jene Techniken und Methoden, die während einer Reizexposition eine geteilte Aufmerksamkeit herstellen und dabei gleichzeitig (multi-)sensorische Stimulationen durchführen. Der Begriff BMSI wurde von dem südamerikanischen Arzt und Psychoneuroimmunologen Joaquin Andrade geprägt und ist einer der Hauptnenner vieler innovativer Techniken, wie zum Beispiel:
- PEP – Prozess- und Embodimentfokussierte Psychologie nach DR. Michael Bohne
- EMDR – Eye Movement Desensitization and Reprocessin nach Dr. Francine Shapiro
- Brainspotting (BSP) nach David Grand
- EMI Eye Movement Integration Therapy nach Danie Beaulieu
- Hypnotherapie
- Relaxtap nach K.G.L
Alle Techniken arbeiten mit der Veränderung von sensorischen Wahrnehmungen auf allen Sinnesebenen.
Halten Angst, innere Unruhe, oder Beklemmungen Sie davon ab, mit unvermeidlichen Situationen und Emotionen umzugehen oder gar am Leben teilzuhaben? Dann wird es Zeit das Sie sich bei uns melden: Anfragen und Termine bitte per Mail an: beratung.coaching.koblenz.com
Evelyn Beverly Jahn – Embodiment in der Verhaltenstherapie – youtube
von Coaching-Koblenz | Nov. 12, 2019 | Allgemein
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, von denen die bekanntesten zweifellos ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung) sind, sind in allen Altersgruppen ein verbreitetes Phänomen. Diese beiden Namen (Abkürzungen), die üblicherweise für die verschiedenen Besonderheiten dieses Phänomens verwendet werden, rühren von den Symptomen der Störung her, die sich in einer Tendenz zu Unterbrechung und Ablenkung bzw. zu Hyperaktivität äußern. Es ist daher wichtig, sie zu diagnostizieren und angemessen zu behandeln, damit die Betroffenen effektiv mit ihnen umgehen, um ein ruhiges und entspanntes Leben führen und sich in die Gesellschaft einfügen können.
Viele Menschen, die unter Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen leiden, verfügen über eine hohe Intelligenz, die aufgrund mangelnden Selbstvertrauens und eines schlechten Selbstbilds (Selbstwert), das sich aus der Behandlung durch ihre Umgebung ergibt, nicht richtig genutzt wird. Das lässt sich aber mit der „Relaxtap-Methode“ positiv beeinflussen und bessern.
Die Methode besteht aus zwei Hauptkomponenten:
Beseitigung der relevanten emotionalen Blockaden durch eine sechsstufige emotionale Behandlung zur Verbesserung des Selbstbildes, der Fähigkeiten und des Verhaltens Selbstwerttraining, um mit Blockaden umzugehen und sie zu beseitigen. In vielen Fällen ist eine längere Behandlung nicht erforderlich, und nach den ersten Behandlungssitzungen und der Bereitstellung von Unterstützung kann der Klient die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung überwinden und benötigt keine weitere Behandlung. Die Behandlung ist für Kinder und Erwachsene gleichermaßen kurz und äußerst effektiv und hat bereits vielen Menschen ermöglicht, ein ruhigeres und teilhabendes Leben zu führen.
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen bei Kindern
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen (wie ADS und ADHS) treten bei 12,4 % aller Kinder auf und normalerweise im Alter zwischen 3 und 7 Jahren. In den meisten Fällen dauern sie bis zur Pubertät und im schlimmsten Fall bis ins Erwachsenenalter. Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sind Entwicklungsstörungen, die zu Symptomen wie schulischem Versagen, Konzentrationsschwäche, Unbeständigkeit, von anderen abweichendem (und teilweise äußerst ungewöhnlichem) Sozialverhalten, Impulsivität, problematischem Sozialverhalten führen. Schlechtes Kurzzeitgedächtnis, Schwierigkeiten beim Umgang mit großen Informationsmengen sind nur ein paar Symptome.
Leben mit ADHS | Ritalin oder doch andere Therapie? | Doku | SRF DOK – youtube
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen bei Erwachsenen
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen sind bei Erwachsenen äußerst häufig. Die meisten Erwachsenen, die von Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen betroffen sind, hatten im Kindesalter Symptome und Schwierigkeiten, die die Erkrankung mit sich bringt. Bei Erwachsenen verblassen Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen nicht mit dem älter werden, die Hyperaktivitätsstörung kann jedoch moderater werden. Studien zeigen, dass Erwachsene, die unter Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen leiden, Anzeichen einer psychiatrischen / emotionalen Schädigung aufweisen, wie z. B. Angstzustände, Depressionen, antisoziale Persönlichkeitsstörungen oder zu Drogen -und Alkoholsucht neigen.
Weiterhin gibt es zahlreiche Komorbiditäten oder assoziierte Erkrankungen (Begleiterkrankungen), die die Symptomatik abermals verschärfen. Dazu gehören…
- Leserechtschreibstörung
- Rechenschwäche bis zum 30%
- Ticsyndrom (Tourette) 10-20%
- Zwänge
- hohe Unfallrate (durch unüberlegtes Handeln)
- Störung des Sozialverhaltens und oppositionelle Verhaltensweisen
- Schlafstörungen
- Suchtentwicklung
- Hinzu kommt dann im Erwachsenenalter bei 30 % der betroffenen Ängste und Depressionen.
Was sind Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen?
ADS (Aufmerksamkeitsdefizitstörung) und ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung). Beide Zustände sind mit Schwierigkeiten verbunden, die Aufmerksamkeit und Konzentration über längere Zeit aufrechtzuerhalten, wobei Personen, die an ADS leiden, typischerweise Unruhe, Tagträume, Müdigkeit, Erinnerungsschwierigkeiten, Desorganisation, und andere Verhaltensauffälligkeiten aufweisen.
Diejenigen, die an ADHS leiden, neigen auch zu Wutausbrüchen, häufigen plötzlichen Themenwechseln, übermäßiger Aktivität, Heißhungerattacken, Unterbrechung der Gespräche mit anderen, immensen Schwierigkeiten der Impulskontrolle. Es ist wichtig, dass diese Störungen in einem breiten Intensitätsspektrum auftreten und dass nicht jeder, der sich unkonzentriert fühlt, sofort als an einer Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung leidend eingestuft werden kann oder sollte.
Basierend auf einer Vielzahl von Studien wird häufig davon ausgegangen, dass die Hauptursache für Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen biologischer und neuropsychologischer Natur ist und mit der fehlerhaften Funktion von Neurotransmittern zu tun hat.
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen werden genetisch weitergegeben und es ist daher sehr wahrscheinlich, dass auch ein anderes Familienmitglied darunter leidet. Natürlich beeinflussen Umweltfaktoren auch unsere täglichen Leistungen und unsere Lebensqualität. Wenn sich unsere Umwelt positiv auf uns auswirkt, ist mit positiven Auswirkungen zu rechnen. Leider kann sich die Wechselwirkung mit der Umwelt auch negativ auf die alltägliche Funktionsweise auswirken und den Zustand verschlimmern.
Was sind die Symptome?
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen können sich auf alle Lebensbereiche und die allgemeine Lebensqualität auswirken. Menschen, die unter dieser Krankheit leiden, leiden unter Funktionsstörungen in folgenden Bereichen:
Planung und Organisation; Selbstregulation, Speicher- und Informationsabruf; Einhalten von Strukturen. Sie leiden möglicherweise auch unter einer schlechten Interaktion mit ihrer Umwelt (in einigen Fällen Abneigung und Ablehnung), einer erfolglosen sozialen Kommunikation (das Versagen, Schlussfolgerungen zu ziehen und Lehren zu ziehen, fehlerhafte Interpretation von Botschaften in sozialen Rahmenbedingungen und Schwierigkeiten beim Erwerb von Fähigkeiten und beim Treffen von Entscheidungen). und anderen problematischen Phänomenen.
ADS weist eine Reihe von Symptomen auf, die auf ein Problem im Bereich der Aufmerksamkeit und Konzentration hinweisen können, noch bevor es diagnostiziert wird. Nachfolgend finden Sie eine Liste der häufigsten Symptome, die sich bei Kindern und Erwachsenen häufig in unterschiedlichen Rahmenbedingungen und Lebensbereichen zeigen..
- Geringe Konzentrationsfähigkeit
- Konzentrationsschwierigkeiten über einen längeren Zeitraum
- Häufige plötzliche Motivwechsel und ein starkes Bewegungsbedürfnis
- Überempfindlichkeit
- Plötzliche Stimmungsschwankungen
- Mangel an Ordnung und Organisation – Ein chaotisches Arbeitsumfeld, ein unordentlicher Schreibtisch und eine große Anzahl von Fenstern, die zu einem bestimmten Zeitpunkt auf dem Computerbildschirm geöffnet bleiben
- Ein hohes Maß an Ablenkung, wobei jedes Geräusch oder jede Bewegung in der unmittelbaren Umgebung das Individuum von der Aktivität ablenken kann, mit der es beschäftigt ist
- Impulsantworten – Sofortige ungefilterte Reaktionen, die sich in verbalen Antworten oder auf der Flucht von einem Ort manifestieren können, an dem die betreffende Person Stress oder Unbehagen empfindet
- Aufschub – Die Tendenz, alles auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, um nicht mit den Aufgaben zu kämpfen. Aufschub kann zu rechtlichen Problemen führen, die sich beispielsweise aus der Nicht fristgerechten Zahlung von Rechnungen, Geldbußen oder anderen finanziellen Verpflichtungen ergeben. Diese Tendenz rührt von der Vermeidung geistiger Anstrengung her, da es schwierig ist, damit umzugehen
- Vermeidung zwischenmenschlicher Kommunikation – Dieses Element kann direkt zu Schwierigkeiten beim Aufbau von sozialen Beziehungen oder Paarbeziehungen führen. Personen, die unter Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen leiden, sind häufig sozial isoliert, manchmal als Folge von Abgeschiedenheit oder völliger Ablösung von ihrer Umgebung
- Hyperaktivität – Das Bedürfnis nach ständiger Bewegung, sei es physisch (zum Beispiel Gehen im Raum oder ständige Bewegung eines Körperteils) oder reaktiv (gekennzeichnet durch Ungeduld und kurze und gestörte Sprache) in der Natur
- Heißhungrig, schnell und ungeordnet zu essen
Eine Person muss nicht an allen oben aufgeführten Symptomen leiden, um zu rechtfertigen, sich einer diagnostischen Untersuchung zu unterziehen. Es ist auch wichtig zu bedenken, dass eine angemessene und wirksame Behandlung zu einer signifikanten Verbesserung in allen Lebensbereichen des Patienten führen kann.
Erweiterte Aufmerksamkeit und Konzentration sind besonders dann erforderlich, wenn eine Person versucht, etwas Neues zu lernen, einen Film anzusehen, einen Vortrag zu hören, Hausaufgaben zu machen oder eine andere Aufgabe zu erledigen oder Anweisungen zu befolgen oder einen Zeitplan einzuhalten. Bei Personen, die an Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen leiden, ist jeder dieser Bereiche (und viele andere) nachteilig beeinflusst und funktioniert nicht richtig. Infolgedessen kann die betreffende Person ein Gefühl des Versagens und der Frustration entwickeln, was zu einem schlechten Selbstbild und einem Gefühl der Unsicherheit führt.
Methoden zur Behandlung bei ADHS und ADS
Multimodales Behandlungskonzept, Grundlage der multimodalen Behandlung, die verschiedene Therapieansätze und -möglichkeiten vereint, ist immer die Aufklärung und Beratung (Psychoedukation) der Eltern bzw. der Hauptbezugsperson(en).
Des Weiteren:
- Kognitive Verhaltenstherapie,
- Heilpädagogik
- Elterntraining/Interventionen in der Familie
- Körperliche Übungen
- Selbstmanagement – Training
- Ergotherapie
- Familientherapie
- Soziales Kompetenztraining
- das Marburger Konzentrationstraining für Schulkinder (MKT)
- Neurofeedback
- Muskelrelaxation
- Entspannung
- Meditation und Interventionen im Kindergarten/in der Schule
- Relaxtap
- Neuro-Physiologische Psychologie (INPP)
- Medikamentöse Therapie